Vom Hype zum Handeln

#28 KI im Tourismus: Was sich andere Branchen abschauen können

Episode Summary

KI im Tourismus: Was sich andere Branchen abschauen können Künstliche Intelligenz verändert längst nicht mehr nur einzelne Tools – sondern ganze Abläufe, Services und Geschäftsmodelle. Gerade im Tourismus zeigt sich besonders anschaulich, wie konkret KI heute schon eingesetzt werden kann: nicht als abstraktes Zukunftsthema, sondern zur Lösung ganz praktischer Herausforderungen. Was passiert, wenn Gäste nicht mehr googeln, sondern KI nach dem passenden Hotel fragen? Wie lassen sich Standardanfragen automatisieren, Teams entlasten oder Lebensmittelverschwendung und Energiekosten reduzieren? In dieser Folge von Vom Hype zum Handeln spreche ich erneut mit Digitalisierungsexperte Reinhard Palaver über konkrete KI-Anwendungsfälle aus dem Tourismus – und warum diese Learnings weit über die Branche hinaus relevant sind. Denn viele Herausforderungen sind überall dieselben: Fachkräftemangel steigende Kosten ineffiziente Prozesse fehlende Datenbasis hoher Serviceanspruch bei knappen Ressourcen Wir sprechen darüber: ✔ warum strukturierte Daten zur neuen Sichtbarkeit werden ✔ wie KI Standardanfragen automatisieren kann ✔ welche Potenziale in Dienstplanung, Energie und Food Waste stecken ✔ warum KI kein reines IT-Thema ist ✔ weshalb Unternehmenskultur und Kompetenzaufbau entscheidend sind Denn am Ende geht es nicht darum, KI einfach einzukaufen. Sondern darum, Prozesse besser zu verstehen – und sinnvoll weiterzuentwickeln. Gesprächspartner Reinhard Palaver, Digitalisierungsexperte & Unternehmer Reinhard Palaver begleitet Unternehmen seit vielen Jahren bei Digitalisierungs- und Innovationsprozessen. Als Unternehmer und Technologie-Enthusiast beschäftigt er sich intensiv mit den praktischen Einsatzmöglichkeiten von KI – immer mit Blick auf konkrete Geschäftsmodelle, Prozesse und echte Mehrwerte. TAKEAWAYS FÜR DIE PRAXIS 1) Wenn KI statt Google sucht, verändert sich Sichtbarkeit 📌 Unternehmen müssen Informationen so aufbereiten, dass Maschinen sie verstehen können. 2) Nicht sichtbar ist nicht buchbar 📌 Strukturierte Daten werden zunehmend zum Wettbewerbsvorteil. 3) Standardfragen sind perfekte Startpunkte für KI 📌 Telefonanfragen, FAQs oder interne Übergaben lassen sich oft einfach automatisieren. 4) Nicht jedes Problem braucht KI 📌 Oft reicht eine gute Automatisierung schon aus. 5) Daten sind die Grundlage für bessere Entscheidungen 📌 Wer messen kann, kann optimieren – von Dienstplänen bis Energie. 6) KI ist kein IT-Projekt 📌 Erfolgreicher Einsatz hängt stärker an Prozessen, Kultur und Kompetenz. 7) Klein anfangen schlägt Perfektionismus 📌 Die besten Ideen entstehen oft dort, wo konkrete Engpässe bestehen.

Episode Transcription

Willkommen bei Vom Hype zum Handeln, dem Transformationspodcast im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.In dieser Folge spreche ich noch einmal mit Reinhard Palawa, langjähriger Digitalisierungsexperte, Unternehmer und Missionar für alles, was digital ist.

Wir haben in unserem letzten Gespräch besprochen, dass uns die KI-Revolution an frühere Digitalisierungsschübe erinnert, an ERP-Systeme, Social Media, über die Mobile Revolution bis zur KI-Entwicklung.

Und in allen Phasen gab es Momente, in denen sich Unternehmen vieler Branchen entscheiden mussten: Wollen wir mitgehen oder bleiben wir zurück? Ich bin Petra Liebl und freue mich, dass Reinhard und ich heute mit konkreten Beispielen zurück sind.

Nicht aus dem Silicon Valley, nicht aus einem Konzern, sondern aus Tirol.Ein Hotel sucht einen AI-Prompt-Spezialisten als Fixstelle im Team, gleichrangig mit Koch und Rezeption.Reinhard, schön, dass du wieder dabei bist.

Hallo Petra, freut mich, wieder dabei sein zu dürfen und bin schon sehr gespannt auf unsere Gespräche.Ja, ich, ich auch.Der Kern unserer Folge soll ja sein, dass du aus deinem Vortrag auch, den du für den Tourismus schon gehalten hast, dass wir schauen, was da im Tourismus passiert.

Das ist ja kein Sonderfall einer Branche wie dem Tourismus, sondern das kann ja als Role Model dienen für etwas, das viele Branchen betrifft.Und über das unterhalten wir uns heute.Denn die Fragen, die viele betreffen oder die meisten Branchen: Wie bleibe ich sichtbar, wenn Gäste nicht mehr googeln, sondern die KI fragen?

Noch so eine Frage: Wie entlaste ich mein Team bei Fachkräftemangel?Wie kann ich Energie sparen oder Lebensmittel oder Planungsaufwand mit Algorithmen reduzieren?Und wie kann ich das besser machen als bisher jeder Dienstplan?

Überraschung, also dieselben Fragen, die sich heute eine Kanzlei, ein Handwerksbetrieb oder ein mittelständisches Unternehmen beantworten sollte.Lieber Reini, du hast mir das letzte Mal gesagt, Muss Law macht keinen Halt an der Tiroler Landesgrenze.

Ich nehme an, du wirst dabei bleiben, oder?Auf jeden Fall.Also eher, sagen wir mal, nimmt das noch mehr Tempo, äh, oder nimmt an Tempo zu und es wird alles noch rasanter und viele Dinge, wo ich geglaubt habe, sie kommen später, kommen jetzt doch etwas früher.

Ja. Du hast mit dem Tourismus einiges zu tun.Gibt's da irgendein Novum, äh, an KI im Tourismus?Was war denn da das Überraschendste oder das Augenscheinlichste für dich?Das Augenscheinlichste ist, dass der Gast sich mittlerweile auf eine Service-Level, äh, eingestellt hat und sich auch diesen, egal wo er hingeht oder das nächste Mal hingeht, auch woanders erwartet.

Und da gibt es jetzt da schon große Diskrepanzen.Ja, was hat man früher getan und was war gut, um den Gast wieder zu gewinnen oder den zu bekommen oder zu halten?Und da hat sich doch einiges getan.Mhm.

Und was würdest du sagen, ist da die Rolle von KI in der Hotellerie oder dem Tourismus?Wir haben ja einleitend gesagt, das Beispiel kommt übrigens ja von dir.Das hast du in deinem Vortrag gehabt, dass das Hotel in Tirol einen AI-Prompt-Spezialisten gesucht hat.

Also ich glaube, wenn du oder ich diese Stelle heute für den neu formulieren würden, dann würden wir wahrscheinlich eh schon anders zu dem sagen.Egal, wie wir jetzt die Stelle nennen, es ist einmal die fundamentale Denkrichtung geändert, nämlich KI ist gleichberechtigt mit anderen Funktionen im Unternehmen angekommen.

Wie siehst denn du das?Wohin verschiebt sich denn da was?Ja, da muss man vielleicht vorausschicken: Also ich war mal zuerst, nachdem ich das Inserat, ich glaube, es war Instagram, gesehen hab, äh, und dann noch gesehen hab, das ist ein Hotel hier in Tirol, war etwas überrascht, wo ich mir gedacht hab: Oha, was ist jetzt los?

Weil an und für sich ist die Branche nach wie vor meines Erachtens etwas träge.Aha.Und daraufhin hab ich mir gedacht: Okay, das interessiert mich jetzt.Warum schreibt ein Hotel in Tirol einen AI-Prompt-Ingenieur aus?

Und hab dann den Hotel-, äh, Besitzer um einen Termin gebeten und gefragt, ja, wie er da zu diesem Thema kommt, ja.Und das Interessante war dann, wo er gesagt hat, ja, eigentlich sucht er gar keinen Prompt-Ingenieur- Aha ...

das war nur das Stichwort, sondern er sucht jemanden für das Thema KI in seinem Haus.Schön.Und seine absolute Meinung dazu war, genauso wie man eben einen Koch braucht, wie man Servicepersonal braucht oder jemanden an der Rezeption, wird man in Zukunft auch jemanden benötigen, der sich um das Thema KI im Hotel vollumfänglich kümmert und das als fix angestellte Person.

Mhm.Was sagst du da dazu?Hast du ihm wahrscheinlich recht gegeben, oder?Absolut recht gegeben, nachdem ich zuerst verblüfft war, wie da seine Denke ist.Eben er hat dann gesagt, es, Prompt-Ingenieur war nur im Inserat, aber eigentlich sucht er den Kümmerer, ja.

Also nicht eben den IT-Verantwortlichen- Richtig ...sondern jemanden KI-Verantwortlichen.Genau.Da gibt's ja ganz viele, die darüber schreiben, wie die narrative und agentische KI die ganzen Workflows verändern werden und das ja auch schon längst tun.

Und ich nehme an, dass er sich genau so was wünscht.Jemand, der- Genau ...genau Insight hat und sagt: „Was können wir denn, ja, verbessern?" Du hast im Vortrag noch was gehabt, verschiedene Kandidaten, glaube ich.

Einen Workflow-Ingenieur, jemanden, der Agenten fit macht, ausbildet, jemanden, der das KI-Orchester leitet oder sogar einen KI-Dompteur.Was davon, und da hast du es sicher provokativ gemeint, ähm, was, was davon findest du, trifft's am besten?

Hm.Schwierige Frage.Äh, und genauso wie sich der, der Prompt-Ingenieur, der 2023 sicher mal aktuell war- Mhm ...äh, genauso, denke ich, wird sich auch hier die Begrifflichkeit, äh, verändern.Mhm.Grundsätzlich, glaube ich, geht's aber eher so Richtung vielleicht Dirigent oder jemand, der eben diese-Verschiedensten Agenten in Zukunft orchestrieren wird, ja.

Wie dann der genaue, äh, Berufstitel lautet, das lassen wir mal dahingestellt, aber das geht in diese Richtung.Geht wirklich die Denke, die du vom Hotelier beschrieben hast, wo man ihm wirklich recht geben darf, oder?

Ja.Ja, genau.Wie hat sich das Verhalten von Gästen im Hotel schon irgendwo verändert?Hast du da schon irgendwelche Beispiele für uns, warum du sagst: "Was ist denn da neu?" Ja, neu ist eben, wenn man denkt, früher hat man halt eingegeben, hat gesagt: "Okay, ich suche ein Hotel in Tirol", und das hat man halt in Google hineingeschrieben und dann haben wir halt eine unendlich lange Liste bekommen von verschiedensten Hotels mit dann mehr oder weniger guten oder schlechten Rezensionen.

Und dann hat man sich durch die einzelnen Webseiten hindurchgequält, Informationen gesammelt.Genau.Ja, war eine sehr mühsame Geschichte.Und jetzt, sage ich mal, mit den diversen Tools, äh, agieren mittlerweile viele Menschen, egal ob jung oder alt, und sagen: "KI, okay, ich hätte gern ein Hotel in Tirol, äh, vegetarische Kost.

Ich hätte aber auch gerne einen Parkplatz mit einer Tiefgarage" und, äh, also diverse halt Wünsche- Genau.-äußert er direkt über die KI und die KI sucht ihn dann schon automatisiert, vollautomatisch genau diese Hotels raus, die seine Wünsche erfüllen.

Das hat sich geändert.Die Problematik aber dabei ist, ja, dass die heutigen Webseiten nicht so gebaut sind, dass die KI all diese Wünsche auch entsprechend, sage ich mal, findet.Mhm.Und das Problem ist im Prinzip eigentlich ein banales.

Sehr, sehr.Weil eben die KI sucht jetzt keine Webseiten im klassischen Sinne oder Broschüren ab, sondern die KI sucht maschinenlesbare Daten.Genau.Das heißt, man müsste sich eben auf seiner Webseite alle Informationen in einer maschinenlesbarer, strukturierter Form hinterlegen, sodass die KI diese auch dann finden und dann zur Verfügung stellen kann.

Also danke für den Hinweis. Wir kennen das ja alle, das Klima genannt, also geschrieben wie Schema.org.Das mag diese Markup Language gibt es seit zwanzig Jahren oder so.Länger schon.Oder noch länger, genau.

Und ist also ein Vorreiter.Man hat früher immer gesagt, es wird dann das Headless Web kommen, also ohne dass man da jetzt noch viel Bilder braucht.Und das ist jetzt da ist, oder?

Genau, das wird ja schon längst umgesetzt, aber halt nicht in, in allen Bereichen oder Belangen.Also es gibt ja diese NAPs, die NAP-Auszeichnung von dem Profil, wie das Unternehmen heißt.Es gibt ja da dieses Local Business, was er immer mal angibt, oder etwas zur, zur Person, äh, damit man seine Sort Leadership, wie es heißt, also seine Autorität halt auch da beweisen kann.

Und beim Hotel gibt's halt noch ein paar mehr Dinge, die man reinschreiben kann.Genau.Und Beispiel machen wir es jetzt so, dass wir sagen, es sollten zum Beispiel Stornobedingungen beim Hotel schon auf Home in dieser Sektion drinnen sein.

Genau.Die waren früher, zum Beispiel zu geben, irgendwo unter Bedingungen versteckt.Das sind so ein bisschen Unterschiede, oder?Ja, genau.Was, äh, du sagst also, wenn ein Betrieb strukturierte Daten pflegt mit Preise, Ausstattung, Policies, dann ist das schon einmal gut, weil was tun wir da?

Eigentlich schöne Daten für die Maschine geben, oder?Genau.Und das können sie dann auslesen.Genau.Wichtig ist halt diese kontinuierliche Pflege, weil wenn man Öffnungszeiten im Wellnessbereich verändert, dann sollte das halt auch zeitnah geschehen.

Genau.Ja, auch gegebenenfalls mit Von-bis-Datum und so weiter.Mhm.Also es braucht halt dann auch jemanden, der dieses Scheme oder wie man immer das nennen soll, es sollte man jetzt nicht zu hoch aufhängen technisch, weil es ist keine Raketenwissenschaft.

Nein, ist nicht.Aber das einfach halt laufend pflegen.Entsprechend eingibt.Genau.Mhm.Genau.Also wenn ich dich richtig verstehe, ist das jetzt eine relativ einfache Sache.Genau.Also ihr lebt es alles einfach, kann auch ich.

Ich bin kein Techniker, kein ITler.So, und du hast in dem Vortrag, den du noch gemacht hast gesagt, dass es ganz viele im, im Tourismusbereich oder in der Hotellerie, ich nenne es jetzt mal Situationen gibt, die sich sehr gut automatisieren lassen, wobei das ja nicht immer dann KI sein muss, die da zum Einsatz kommt, aber eben zumindest automatisieren lässt.

Magst du uns da vielleicht ein, zwei Beispiele geben?Fangen wir an zum Beispiel mit der künstlichen Intelligenz am Telefon.Da habe ich auch ein sehr interessantes Gespräch geführt, auch wieder mit einem Tiroler Hotelier und mir sein Leid geklagt, dass eben gerade am Tag Samstag Check-in, Check-out, äh, Riesenbelastung für die Rezeption, gleichzeitig aber auch genau der Tag, wo sehr viel Telefonlast anfällt, weil dann wollen die Leute wissen, äh, wie ist noch mal der WLAN-Code?

Wo kann ich meine Koffer zwischenzeitlich platzieren?Ähm, kann ich noch in die Tiefgarage und so weiter.Aber exakt an dem Zeitpunkt, wo eine lange Schlange vor der Rezeption steht, die Damen der Rezeption oder der Herr auch schon merken, sie sind überlastet.

Und da gibt's auch wunderbare Geschichten.Da könnte man doch die KI dann abheben lassen, das Telefon und Standardanfragen wie WLAN-Code, äh, wo kann ich Gepäck abstellen und so weiter, kann die schon mal automatisiert beantworten.

Und nur dann, wenn die KI keine Antwort hat, dass man es dann natürlich an die Rezeption weitergibt.Genau.Und da lässt sich sehr, sehr viel machen.Also man sammelt halt einfach die Standardanfragen, gibt die der KI und, äh-Kann damit die Telefonlast für die Rezeption genau an solchen Tagen massiv senken.

Ist auch weitergegangen das Projekt nach dem Gespräch und ich habe ihm dann auch entsprechende Partner vermittelt, die genau dann für ihm solche Lösungen erstellen können.Ja, super. Danke für das Beispiel.

Ist sehr plakativ, weil jeder kann sich das gut vorstellen und, äh, da kommt auch was vor, was wir schon öfter in den Folgen bei vom Hype zum Handeln gehabt haben.Es geht meistens wirklich um diese drängendsten zwanzig Fragen, die kann schon keiner mehr hören und genau die lassen sich meistens ganz gut automatisieren.

Mich tät jetzt wieder wiederum interessieren, dass wir den Blick ein bisschen weiten und sagen, vom Tourismus schauen wir jetzt in die anderen Branchen, weil da gibt's ja ganz viele, die man sich vorstellen kann.

Also wir haben schon einmal gesprochen, es betrifft ja auch ganz viele Kanzleien oder wahrscheinlich auch viele Geschäfte.Es betrifft in jedem Fall, das habe ich schon in meiner anderen Folge dabei von Hype zum Handeln gehabt, zum Beispiel Restaurants zur Mittagszeit.

Da will jeder wissen, wie lang gibt's ein Mittagessen, was gibt's heute zum Mittagessen und, und dann rufen die Leute an, genau in der Zeit, wo man die Gäste betreuen will.Was siehst denn du da?Was gibt's denn da für, für Potenziale für andere Branchen?

Also auch ich glaub, das ist branchenneutral zu sehen.Das bezieht sich jetzt nicht nur auf die Gastronomie oder auf die Hotellerie oder Tourismus, sondern das kann, wie du schon erwähnt hast, ob das die Arztpraxen sind.

Super Beispiel.Ja, ich würde gerne wissen, äh, ob, äh, mein Medikament, äh, in der Form wieder bestellt werden kann oder bei Kanzleien auch irgendwelche Anrufe.Also gibt's eine Unzahl von Dinge, auch gerade unlängst wieder bei einem Unternehmen, die mir erzählt haben, äh, sie haben halt auch ein Beschwerdemanagement, wo halt nachher die Kunden anrufen und sagen, das hat nicht funktioniert.

Der Unternehmer selbst hat zuerst gemeint, na, KI kommt mir sicher nicht ans Telefon.Und wie wir dann länger darüber gesprochen haben und, äh, ein anderer Geschäftsführer mir erzählt hat, ja, das Problem ist, dass natürlich die eigenen Mitarbeiter oft dann schon mal genervt sind und dann auch nicht so wie gewünscht, äh, sich verhalten.

Dann das Ganze dann noch in irgendeine E-Mail-Flut ausartet.Dann werden fünf Personen mit dieser Beschwerde intern angeschrieben.Keiner weiß, bin ich jetzt gemeint oder der andere und so weiter und so fort.

Und auch da ließe sich mit einer KI das wunderbar automatisieren, dass man halt diverse Standardanfragen und meistens sind's, in vielen Fällen sind Standardfragen, die kann die KI schon beantworten und da darf man das nicht schwarz-weiß sehen oder entweder-oder, sondern dass man sagt, okay, für die Standards nehmen wir die KI und wenn die KI nicht mehr weiter weiß, dann eskalieren wir's an reale Personen.

Das Ganze wichtig immer, das zieht sich aber eh quer durch, immer mit entsprechendem Logging, Monitoring und so weiter, sodass man das Ganze ein bisschen verfolgen kann.Macht die KI genau das, was wir uns wünschen.

Exakt.Ja, ich glaub eben auch, so wie du sagst, dass die Standardfragen gibt es eben fast in jedem Bereich und da kann man sich wirklich helfen.Und die Zweistufigkeit, dass man sagt, das, die Standardfragen und ich kann dann als Nutzer oder Anrufer einfach sagen, nein, ich möchte das Problem jetzt mit einem Mitarbeiter besprechen, wenn ich das eben, wie du's genannt hast, eskalieren oder halt der Routine komme, dann ist ja okay.

Ja mich würde noch interessieren, da war ein interessantes Beispiel von Dienstpläne.Personalplanung, Dienstpläne, das betrifft ja auch ganz viele.Da hast du irgendein Beispiel gehabt mit einer Über- und Unterdeckung von zehn Prozent.

Ist das jetzt aufwendig?Braucht die Da, die KI jetzt extrem viele Daten von mir als Unternehmen, um so was zu machen?Oder wie ungefähr darf ich mir das vorstellen?Na also, es ist auch keine große, äh, Geschichte.

Im Endeffekt geht's einfach darum, dass man mal über einen gewissen Zeitraum prüft, wie auch immer, in einer Form erhebt, datentechnisch, wie ist denn zum Beispiel die Belegung, ja?Wie ist dann auch, sagen wir mal, die Auslastung am Buffet und so weiter und so fort.

Ja.Es sind ein paar wenige Daten, da können auch mitspielen, wie das Wetter und so weiter ist natürlich, wenn das Wetter schlechter ist, dann ist wahrscheinlich am Kuchenbuffet mehr los.Wunderbar ist das Wanderwetter.

Und auch, dass man die im Prinzip erhebt und daraus dann ableitet und sagt, dann brauche ich vielleicht eine Person mehr, weil hoher Andrang ist, ja.Solche Dinge kann man dann im Voraus planen und sagen, okay, wie belege ich die einzelnen Bereiche, sodass man dann eben zwischen Soll und Ist nicht mehr diese großen Abhängigkeiten hat oder auch, dass sich Leute dann langweilen und, und so könnte man das wesentlich effizienter planen.

Absolut.Also das, das ganze Thema Predictive, das jetzt als, ihr als Marketer kennt's natürlich schon, Predictive Analytics et cetera.Aber, hm, da gibt's ein Beispiel aus dem ganzen Logistik- und Retail-Bereich.

Und zwar weiß man, dass diese Rechenzentren extrem viel Energie brauchen.Und da haben sie aber Predictive Workforce Scheduling, heißt das, haben sie, können die, die, äh, Kühlenergie in einigen Rechenzentren drastisch drücken, also bis zu vierzig Prozent scheinbar.

Mhm.Und da gibt's eben ganz tolle Beispiele.Ich glaub, da darf man offen sein und mit Menschen wie dir, die dann Unternehmen beraten, ja drüber sprechen, was, was es noch alles für tolle Ideen gibt, gell?

Was ich ganz cool gefunden hab, die KI-Concierge.Das ist diejenige, die diese Standardfragen am Telefon beantwortet, richtig?Oder schon am Zimmer, wenn's dann am, am Fernsehen läuft.Aber was waren da denn noch Themen, die spannend waren?

Ja, zum Beispiel auch das Thema Lebensmittelverschwendung.Ah, super Thema.Also auchMüll in dem Fall- Ja.-der sich vermeiden lässt, ja.Und auch da kann die KI wunderbar helfen.Und die, das sind jetzt nicht irgendwelche Ideen, die jetzt im Raum stehen, sondern von einigen Hotels.

Ich glaub sogar die Hilton Group, wenn ich's richtig im Kopf hab- Okay.-hat das weltweit eingeführt.Wow.Dass sie die Reste, die sie vom Buffet abräumen müssen, auch gleichzeitig in den Müll schmeißen müssen.

Der ist, dieser Müll wird per Bilderkennung gescannt und daraus abgeleitet, okay, wie viel Müll geht denn entsprechend da täglich raus.Mhm, mhm.Und diese Dinge dann werden erfasst und daraus dann mit der KI prognostiziert, dass man sagt, man kann auch wieder in Abhängigkeit von verschiedenen Daten ableiten, okay, da müssen wir vielleicht den Dreh ein bisschen kleiner machen, da müssen wir vielleicht, äh- Spannend, ja.

-etwas, sagen wir mal, reduziert arbeiten.Hat eben die Hilton Group, die hat, gibt da sogar offiziellen Zahlen an, die haben damit im Prinzip die Hälfte oder vielleicht sogar etwas mehr an Müll vermeiden können.

Ja, Wahnsinn.Und sch, auch grade mal in Zeiten wie diesen, auch Thema Nachhaltigkeit, Lebensmittelverschwendung und so weiter.Das wollt ich sagen, ja, mhm.Eine wunderbare Geschichte und man kennt's ja auch, also wenn man eh am Ende zu einem Frühstücksbuffet kommt und was da, weil der Gast wünscht sich natürlich immer das volle Buffet.

Die ganze Auswahl, genau.Und wenn aber dann abgeräumt wird und das wandert alles in den Müll, dann ist das nicht unbedingt sehr schön.Und offensichtlich, wenn man sich da was überlegt, äh, du hast mir das, glaub ich, mal so erklärt, dass, dass da a KI-Kamera dabei ist und eine Waage.

Genau.Die Mülleimer verfassen.Also in dem Fall, sag ich jetzt, das Food Waste oder KI- Mhm.-Food Waste, äh, Vermeidung, die könnte man ja super übertragen.Wahrscheinlich machen die das ja auch schon.Es gibt viele Möglichkeiten, also Großküchen oder Schulen oder Krankenhäuser.

Genau.Auch selbst in die Krankenhäuser.Man sieht ja, was oft da retour geht und so weiter.Ja.Und all die Dinge könnte man natürlich reduzieren.Mhm.Also auch ganz eine tolle Idee, die man in vielen Branchen umsetzen kann.

Genau.Mhm.Wenn wir überlegen, was so weltweit und was spezielle Eigenschaft von KI ist, die ja so viele Dinge gleichzeitig erfassen kann.Es wird sehr gern eingesetzt für Besucherströme.Mhm.Das gibt's ja beim Skifahren und dann geht halt noch ein Lift auf, wenn sie es beobachten et cetera.

Also da sind die Gebiete, glaub ich, schon sehr findig unterwegs.Ich weiß nicht, wo überall, aber wahrscheinlich machen das eh schon viele.Kennst du da auch noch internationale Beispiele jetzt?Ja, also so was gibt's eben auch in, in Kyoto, Amsterdam, Venedig und so weiter.

Aber auch eben, wie gesagt, hier in Tirol, weil weiß ich konkret, Seefeld- Ah ja.-hat schon eine, noch nicht ganz ausgereift, aber die haben schon die Datenbasis dafür.Und das, wie du's beschrieben hast, ist ja auch, glaub ich, ein wesentlicher Faktor für das Wohl meinem Urlaub, dass früher hat ein Hotelier das mündlich weitergegeben, in moderneren Zeiten vielleicht noch bei WhatsApp.

Achtung, um diese Uhrzeit ist vielleicht nicht gut wegzufahren, weil da ist Riesenstau.Und all diese Dinge, dass man die mehr oder weniger automatisiert und halt die Gäste halt entsprechend informiert und damit auch die Besucherströme lenkt, sodass sowohl für den Gast ein höheres Wohlbefinden da ist, aber auch natürlich für die Umgebung, weil es geht ja auch um die eigenen Leute, ja.

Ja.Dass die nicht immer so zu Spitzenzeiten überladen sind und dann vielleicht zwei Stunden später ist nichts mehr los, ließe sich ja lenken- Genau.-dass man eben dann die Leute informiert.Genau, und vielleicht sogar was Nettes anbieten.

Sag ich, ihr könnt ja bis zum Café bleiben, dann nehmen die das noch als, äh, wirklich tolles Angebot an und, und ist sogar noch gelebte Kundenbindung.Genau, da gibt's ja so Smart-City-Anwendungen, die in Städten wie Barcelona eben auch so Sensornetzwerke haben, dass Fußgängerströme gelenkt werden können.

Ja.Oder Amsterdam soll ja auch so was haben, ein Tourismuslenkungsmodell. Du hast gesagt, das ist in Tirol schon an einigen Orten im Einsatz.Jetzt ist für mich so die Frage, wenn du sagst, Seefeld hat das zum Beispiel und andere auch.

Wer ist denn da jetzt idealerweise der, der das koordiniert?Ist das jetzt der Tourismusverband?Geht es mehr um die Gemeinde?Also im Endeffekt ist es dort der Tourismusverband, ja.Okay.Wobei eben das Ganze jetzt noch im Aufbau ist, ist vielleicht untertrieben.

Also es steht ja schon bis zum gewissen Grad.Aber dass da dann eine Zusammenarbeit zwischen den Hotels und den Tourismusverband, ja- Klar.-zustande kommt, damit dann im Prinzip auf einer Plattform all diese Informationen, äh, zur Verfügung gestellt werden und halt dann der Hotelier oder auch das Restaurant oder selbst das Tourismusbüro halt dann die Information, äh, weitergeben kann.

Oder eben auch, dass man sagt, es gibt dann das, ich, ich spendier jetzt die Seefeld-App und dann sehe ich genau, aha, okay, wann wäre die beste Zeit am Christkindlmarkt?Nein, vielleicht nicht gerade unbedingt um neunzehn Uhr, aber wenn wir dann- Acht Uhr besser, ja genau.

Achtzehn Uhr besser oder wie auch immer.Und das könnte man dann ja auch den Gästen dann entsprechend zur Verfügung stellen.Super.Also viel, was man vom Tourismus jetzt umlegen könnte.Wie wir schon jetzt gehört haben halt, da gibt's ja die Tourismuslenkung oder in den Städten, Einkaufsstraßen.

Man könnt für eine Messe könnte es auch ganz gut funktionieren.Ja, also das ist auch wieder nicht, ich sag mal, nur auf die Branche Tourismus beschränkt, sondern das lässt sich ja, wie du sagst, eben in Messen oder eben auch, wenn irgendwo größere Veranstaltungen in Städten stattfinden.

Mhm.Also da gibt's ja viele Möglichkeiten.Stimmt.Ja, Reini, bevor wir jetzt noch mal, ja weitergehen, tät ich dich gern fragen: Das Jahr 2026 ist ja wieder super rasant gestartet.Es gibt ja keine Woche, wo nicht zehn KI-Anwendungen oder halt- Das ist aber leicht untertrieben.

Ich glaub, du kannst das mal hundert machen, dann wirst du ungefähr treffen.Ja genau, zehn mich erreichen und ich wollt grad sagen, wahrscheinlich seien es einfach so viele, man kann's gar nicht mehr erfassen.

Das werden sicher Tausende sein.Wo siehst denn du derzeit-Das größte Thema, es hat ja geheißen, zwanzigfünfundzwanzig wäre so Agentic.Ich glaube, das kommt jetzt gerade.Also jetzt befassen sich ganz viele.

Wir haben ja auch gerade den Herrn Peter Steinberger, der da zu ChatGPT gegangen ist, nachdem er das OpenClau erfunden hat, das bisschen gefährliche agentische Teil.Also man muss sich schon ein bisschen auskennen mit diesen Dingen.

Wo siehst du, wo es derzeit so hingeht?Ist da ein großer Trend oder etwas, wo du sagst, sinnvollerweise sollten sich Unternehmen mit was beschäftigen?Also ich glaube auf jeden Fall beschäftigen.Also es geht vor allem immer um das Thema Daten, ja.

Ja.Also dass die auch entsprechend, sagen wir mal, vorbereitet, aufbereitet, wie auch immer werden.Dann natürlich auch in den verschiedensten Bereichen, wo momentan die Probleme bestehen.Mhm.Ja, dort auch, äh, gewisse Dinge testen, also einen Chat testen oder eben auch die, den Müll zum Beispiel.

Muss man noch nicht einmal mit Bilderfassung und so weiter, aber mal nur wiegen, wie viel geht denn so beim Frühstück raus und so weiter.Oder auch ein Riesenthema, haben wir jetzt heute nicht gesprochen, aber betrifft vor allem die Hotellerie, ist das ganze Thema Energie.

Eben- Ja, spannend.Was geht ab in meinem Wellnessbereich?Was kostet mich ein Grad mehr im Pool?Ja, was würde bedeuten, wenn ich eine Stunde früher schließe und so weiter.Oder auch zum Beispiel so eine Art Beschwerderadar, dass man versucht zu erheben, welche Beschwerden gibt es denn?

Wo sind denn Probleme oder wo sind die, äh, Wünsche von den Gästen, die nicht erfüllt werden?Ich kann mich erinnern, weil du das sagst und das ist ein ganz tolles System.Ich werde jetzt den Namen nicht nennen, weil ich habe jetzt mit dem Eigentümer gar nicht gesprochen.

Also es ist gar nicht verbreitet.In klein strukturierten Hotels oder Stadthotels, wo Studenten aushelfen, damit die ihr ganzes Tun gut organisieren können, weil ist vielleicht jetzt drei Stunden der eine da und dann fünf Stunden der andere und dann wieder der Nächste, dass die ganze Übergabe und so funktioniert.

Da ist ganz viel dabei von dem, wo du sagst, wie Beschwerdemanagement, dass ich auch erfahre, ist denn jetzt der tropfende Duschkopf, der vor drei Stunden bei meinem Kollegen reklamiert wurde und ich komme jetzt in den Dienst, da kann schon ein Zettel picken oder so, aber vielleicht habe ich es nicht gesehen.

Also diese Übergaben funktionieren über so ein Programm sehr gut.Aber wenn ich jetzt so ein Programm eben nicht besitzen würde, sage ich mal, das, was du mir sagst, mit dem Beschwerdemanagement, das könnte man ja super auch über jetzt das eine Stück zumindest über KI eben abdecken, ne.

Da könnte man sich eine kleine App schreiben lassen, jetzt schon mithilfe von KI, wenn man will, oder?Genau, das, das, solche Dinge lassen sich heute ja relativ leicht realisieren, ohne dass man da groß viel Geld ausgeben muss oder lange Zeit warten muss, sondern kann man heute, Stichwort Vibe Coding, kann man natürlich wunderbar solche simplen Dinge machen, dass sie mal zumindest in irgendeiner Form erfasst sind.

Weil wenn es nur in den Köpfen schlummert, ist halt vielleicht subjektiv oder halt zum Teil vergessen und halt nicht- Daten.-vorhanden.Nicht vorhanden, genau. Lieber Reini, ich glaube, wir stellen fest, ob das jetzt die Hol ist oder ganz woanders auf der Welt, so wie die Abläufe heutzutage sind, ist es vielfach so, dass es nicht mehr ideal läuft.

Und wenn ich das als Unternehmer feststelle, da gibt es Dinge, die sollte ich verbessern oder ich weiß, worauf sollt ihr schauen?Oder in einem Zeitraum von eins, zwei, drei Monaten, was könnte sich denn da anschauen?

Wo täte man denn da beginnen?Ja, also ich glaube, dass das Thema, äh, strukturierte Daten da ganz wichtig wäre, weil nicht sichtbar ist nicht buchbar.Wenn die KI mich nicht findet, dann werde ich auch nicht gebucht werden.

Und gerade dieser Bereich, glaube ich, ist relativ einfach und schnell umzusetzen, dass man halt eben alle Daten, die das Angebot betreffen, auch entsprechend strukturiert hinterlegt und die KI das in Zukunft finden kann.

Und damit wird man sichtbar und buchbar.Genau.Dann hast du ja schon gesagt, wenn jemand möchte und er identifiziert diese zehn, zwanzig wichtigsten Fragen- Genau.-dann könnte man überlegen, oder ist das jetzt ein Gästechat oder Information über das Hotel-TV?

Also einfach sich einmal damit auseinandersetzen, gedanklich, oder?Genau.Man muss ja nicht da genau.Dann mit dem- Mhm, Food Waste.-Food Waste.Ja.Dann war ja noch dein, Appell, sich um die Energie zu kümmern.

Genau.Ich nehme an, das werden viele hoffentlich am Schirm haben, weil das kostet ja auch Geld.Leider nicht.Ach, gar nicht so?Also kann ich auch aus der Praxis berichten.Okay.Mit einigen Hotels gesprochen, ob sie ein Energiemanagement in digitaler Form haben.

Mhm, mhm.Es geht bis dahin, dass auch, sagen wir mal, sogar die Smartzähler und so weiter fehlen.Mhm.Also da ist wirklich sehr grob, was an Daten fehlt.Ja.Aber ohne, sagen wir mal, relativ großen Aufwand wären solche Dinge realisierbar.

Ja.Sodass man gerade jetzt eben in unseren Bereichen, wo Hotels große Wellnessbereiche fahren und das ist der Energiefresser Nummer eins.Ja.Und den unter Kontrolle zu haben und zu wissen, okay, wo, wann geht bei mir welche Energie raus?

Ja, wie spielt das zusammen mit meiner Wärmepumpe?Wann bekomme ich günstige Energie?Wann sollte ich meinen Batteriespeicher kaufen?Um auch solche Fragen beantworten zu können und dann aber auch entsprechend zu steuern, ja, mit künstlicher Intelligenz, wäre nicht nur sinnvoll, sondern das widerspiegelt sich doch auch im Gewinn dann, ja.

Genau, ist ein sehr schneller- Oder in Euro.-Return on Investment.Also ganz viele Möglichkeiten, aber ich habe mir es nicht anders gedacht, wenn wir plaudern, als dass du viele aufzählen kannst. Du hast jetzt ja, schon schön beschrieben, dass es um die Daten immer geht und wir haben gesagt, auch nicht die Daten intern, damit man eben Dinge messen und verbessern kann, aber eben auch strukturiert für die Webseite, damit man auffindbar ist.

Auf jeden Fall.Wenn wir das machen, ist das ja wunderbar, aber es ist ja auch so, dass es Hindernisse gibt.Wo würdest denn du aus deiner Erfahrung sagen, liegen die größten Hindernisse in einem Unternehmen?

Ist das jetzt wirklich die IT oder ist das jetzt fehlende Budget?Wo, wo ortest du da?Na, also meistens ist es die Kultur oder die Unternehmenskultur und es gibt immer die-Enthusiasten und es gibt die Skeptiker.

Sagen wir mal Skeptiker, äh, wohlgemeint.Und vor allem, wenn solche Parteien, die sind natürlich immer da, äh, sich gegeneinander reiben, dann wird das immer wieder ein Problem, weil der eine wird immer erklären, warum's nicht geht und der andere, äh, erzählt von der Magie und von Wunder, was ja auch wieder nicht stimmt.

Also irgendwo befindet man sich in der Mitte.Genau.Grundsätzlich, wie gesagt, ist es kein technologisches Thema, sondern es ist ein Kulturthema.Wie gehe ich damit um?Mhm.Und glaube ich, was ganz, ganz wichtig ist, was auch viele einfach unterschätzen, auch gerade vorletzte Woche wieder in Unternehmen, die haben halt gesagt: "Okay, wir haben uns Copilot gekauft, aber wissen nicht so richtig, was die Mitarbeiter damit tun." Das heißt, diese Denke, einfach nur KI zu kaufen- Mhm.

-das funktioniert nicht.Ja.KI ist nicht einfach nur a Projekt einmal gekauft und geschult und das war's, sondern da muss ich mich permanent damit auseinandersetzen und auch dann die Kompetenzen aufbauen- Auf jeden Fall.

-und das weiterhin pflegen, beobachten, monitoren, loggen.Was sie jetzt nicht sehen, wie eine einmalige Einkaufsaktion: Ich fahre mit dem Einkaufswagen rein, gehe damit raus, zeige, wie's zu bedienen ist und das war's.

Das ist KI nicht.Genau.Was du da sagst, erinnert mich sehr daran, ob ich's eben anschaue als ein geschlossenes Softwareystem oder eben ein Tool, das eine Sache löst, oder ob ich's verstehe.Und da plädieren wir da in dem Podcast auch sehr oft, es als Prozess zu sehen, also zumindest als Instrument, das mir hilft, Abläufe im Unternehmen, so wie du es ja schon beschrieben hast, effizienter oder besser zu gestalten.

Und da geht's immer um einen Workflow und in erster Linie darum, dass es a Denkaufgabe ist, aber nicht unbedingt a IT-Aufgabe ist.Ja, absolut keine IT-Aufgabe, ja.Genau.Irgendwann kann natürlich sein, wenn man jetzt, äh, auf die super Idee gekommen ist, dass man sagt: "Ja, setzt sich schon besser um, wenn wir natürlich einen IT-Fachmann dazuholen", weil der dann viele Dinge besser beurteilen kann und sagen kann: "Das können wir mit einer Automatisierung alleine lösen, oder da brauchen wir noch KI dazu.

Wie wollen wir denn das Ganze sicher gestalten?" Et cetera.Genau.Da gibt's genug Dinge, die man sich dann überlegen sollte.Diese Fragen sind natürlich zu beantworten, sind aber nicht die schwierigsten.

Ich freue mich schon, wenn wir das nächste Mal über Fragen der KI plaudern.Für manche scheinen sie ja schwierig zu sein.Ja.Gell?Und für andere wiederum...Ja, sind wir wieder bei die Skeptiker und bei die Enthusiasten.

Genau, wir sind Enthusiasten, richtig?Wir sind mittendrin.Also ich bin Enthusiast.Wir haben eine gesunde Skepsis gegenüber- -Versprechungen, die nicht erfüllt werden können.Das stimmt allerdings.Gleichzeitig aber, äh, enthusiastisch.

Ja.Und wir schauen mit wunderbaren Blicken in die Zukunft, was noch alles kommen kann und was uns auch das Leben erleichtern kann.Genau.Und sind auch so, dass wir natürlich wissen, einen erweiterten Blick, dass natürlich da Gefahren mit kommen.

Absolut.Danke vielmals für dieses Gespräch.Auch vielen Dank.Ja, danke dir.Bis bald.