Vom Hype zum Handeln

#34 Markenwirkung im Video: was KI kann – und was nicht?

Episode Summary

KI produziert heute Texte, Bilder und Videos in Minuten. Doch wenn scheinbar alle alles produzieren können – was schafft dann noch Wirkung? Felix Gorbach ist seit 20 Jahren in der Medienbranche und sagt: Die Wirkung entscheidet sich lange vor dem Dreh. Bei längeren Projekten stecken schonmal Wochen in der Vorbereitung, bevor die erste Kamera läuft. Was heißt das für Videoproduktion mit KI? Wir sprechen über Miniclips statt Imagefilm, welche Rolle das Markensteuerrad übernimmt - und ob KI überhaupt kreativ sein kann. Am Ende der Folge demonstriert Felix, welche Rolle er Künstlicher Intelligenz in seiner Rauminszenierung zum Thema "Radikalisierung im Netz" zugeteilt hat und warum.

Episode Notes

KI hat die Medienproduktion drastisch verändert. Professionell wirkende Texte, Bilder und Videos entstehen heute schneller und günstiger als je zuvor – auch ohne Profi-Ausbildung. Doch wenn scheinbar alle alles produzieren können: Was schafft dann noch Wirkung?

In dieser Folge spreche ich mit Felix Gorbach, seit rund 20 Jahren in der Medienbranche und Gründer der Videofirma BLUEBOX Digital Video. Wir gehen den gesamten Kommunikationsprozess entlang: von Marktrecherche und Zielgruppenanalyse über Konzeption und Storytelling bis zur Produktion – und schauen, wo KI wirklich hilft und wo sie im Weg steht.

Denn gute Videos entstehen nicht, weil jemand die Kamera einschaltet. Und auch nicht durch ein paar Prompts. 
Sie entstehen in der er Vorarbeit: im Klären von Zielgruppe, Nutzen, Tonalität und Ziel.
 

THEMEN DER FOLGE

✔ warum das erste Drittel der Produktion über die Wirkung entscheidet

✔ wie das Markensteuerrad hilft, Nutzen, Tonalität und Markenbild zu klären

✔ warum aus „Haare schneiden" erst dann Kommunikation wird, wenn der Nutzen sichtbar ist

✔ weshalb Social Media Miniclips und einen Redaktionsplan braucht statt einen Imagefilm

✔ ob KI wirklich kreativ sein kann – und was ein Musikbeispiel von 1959 damit zu tun hat

✔ wofür Unternehmer:innen KI nutzen sollten und welche Entscheidungen sie nicht delegieren dürfen

 

GESPRÄCHSPARTNER

Felix Gorbach: Dozent, Medienschaffender & Gründer von BLUEBOX Digital Video

 

Felix Gorbach ist seit rund 20 Jahren in der Medienbranche zuhause und führt die Innsbrucker Videofirma BLUEBOX Digital Video. Er begleitet Unternehmen über den gesamten Kommunikationsprozess: von der Marktrecherche über Konzeption und Storytelling bis zur fertigen Produktion – vom Imagefilm bis zur Social-Media-Kampagne mit Bewegtbild. Sein Zugang ist konsequent strategisch: Erst wenn Markennutzen, Tonalität und Zielgruppe geklärt sind, wird produziert. Daneben gibt er sein Wissen an der Werbe-Designakademie weiter und ist in der Fachvertretung der Film- und Musikindustrie der Wirtschaftskammer aktiv.

Website: https://diealtenjungen.com/

 

TAKEAWAYS FÜR DIE PRAXIS

 

1) Die Wirkung entscheidet sich vor dem Dreh

📌 Vor Kamera oder Tool klären: Wen willst du erreichen, was soll die Person danach denken, fühlen oder tun?

 

2) Ein Drittel der Zeit gehört der Vorbereitung

📌 Was unsichtbar bleibt, entscheidet über Glaubwürdigkeit – beim Jubiläumsfilm wie beim 20-Sekunden-Clip.

 

3) Das Markensteuerrad gibt den Kompass

📌 Nutzen, Attribute, Tonalität und Bildsprache einmal sauber festhalten – danach jede Produktion daran ausrichten.

 

4) Erzähle den Nutzen, nicht die Dienstleistung

📌 Die Friseurin verkauft Selbstwert, der Buchhalter Planungssicherheit. Daraus entsteht der Hook.

 

5) Social Media braucht Miniclips und einen Redaktionsplan

📌 Nicht ein großer Imagefilm wirkt, sondern Frequenz und Wiedererkennbarkeit über viele kleine Formate.

 

6) Jeder Clip ist ein Lern-Experiment

📌 Formulierung, Typografie, Sound, Modell: Wer konsequent auswertet, lernt seine Zielgruppe kennen.

 

7) KI für die Annäherung, Mensch für die Entscheidung

📌 Marktumfeld und erste Ideen: KI. Positionierung, Qualitätsurteil und „passt das zu mir?": du selbst.

 

 

IM GESPRÄCH ERWÄHNT

- Markensteuerrad nach Esch – Modell aus Markennutzen, Markenattributen, Markentonalität und Markenbild

- Rauminszenierung zum Thema Radikalisierung im Netz, Stadtmuseum Hall → [https://vimeo.com/1134118193?fl=pl&fe=sh]

- BLUEBOX Digital Video, Innsbruck → Website  https://diealtenjungen.com/

 

Episode Transcription

KI hat die Medienproduktion drastisch verändert. Professionell wirkende Texte, Bilder und Videos lassen sich heute auch von Nicht- Profis schneller und günstiger herstellen als je zuvor. Doch wenn plötzlich alle scheinbar alles produzieren können, wird eine andere Frage entscheidend, nämlich was schafft tatsächlich Wirkung, nämlich jene Wirkung, die Unternehmenskommunikation erfolgreich macht.

 

zum Handeln, Podcast im Zeitalter der digitalen Transformation. Mein Name ist Petra Liebl, ich bin digitale Marketingberaterin und Host dieses Podcasts.

 

In dieser Folge behandeln wir nicht nur die Unterscheidung zwischen echt und KI generiert, sondern gehen vor allem der Ursache von Wirkung auf den Grund. Wie kann KI im gesamten

 

Prozesse der Kommunikation sinnvoll eingesetzt werden, von der Marktrecherche und Analyse von Zielgruppen über Konzeption und Storytelling bis zur Produktion. Darüber spreche ich heute mit Felix Gorbach. Felix arbeitet seit rund 20 Jahren in der Medienbranche und ist Gründer der Videofirma Blue Box Digital Video. Felix, schön, dass du da bist.

 

Schön, dass ich da sein kann. Wunderbar.

 

Ja,

 

wir freuen uns ganz besonders. Eines vorweg. haben uns schon besprochen, dass gute Videos entstehen nicht erst, weil man beim Dreh irgendwas mit KI zaubert oder einfach die Kamera einschaltet und schon gar nicht mit ein paar wenigen Prompts Und über das wollen wir heute sprechen, nämlich wie die KI in diesem Kommunikationsprozess sinnvoll eingesetzt werden kann.

 

und ja, sie macht beeindruckende Texte, Bilder und Videos. Aber wofür Felix braucht es dann eigentlich noch Medienexperten?

 

Lass mich das mal ganz kurz runterbrechen, du hast es genau richtig formuliert. Wir haben ein Vorgespräch geführt und jetzt sind wir in der Produktion. Und das Vorgespräch, das war ja genau die Konzeption, die wir gemacht haben, jetzt das Medium des Podcasts produzieren zu können. Und diese Vorüberlegungen, die sind extrem wichtig, damit man, wenn man dann an der KI sitzt, wirklich zielgerichtet das machen kann, wo man weiß, welches Ergebnis man

 

mit der K-Generation

 

will.

 

Ja genau. Und trotzdem sitzen wir jetzt ja ganz echt und physisch in einem Raum, obwohl wir uns ja KI- Avataren bedienen könnten. Tun wir aber nicht.

 

Richtig. Wir hätten nämlich das Skript unserer Vorproduktion,

 

dieses Podcast Tool von Google.

 

Notebook LM geben können und einfach daraus einen Podcast machen können. Wir hätten heute den ganzen Hassel mit Kopfhörer, Mikrofonen und alles uns sparen können. Warum haben wir das dann nicht getan?

 

Das frage ich jetzt auch gerade. Ich frage es mich natürlich nicht, wir wissen

 

Erstens ist es wichtig, ein Gespräch unter Menschen zu führen, finde ich, damit wir auch die Hörer und Hörerinnen entsprechend mitnehmen können mit unseren Gedanken. Ansonsten, wenn ich das Notebook LM gebe, ja, die simulieren ein Gespräch, aber ihr erfahrt nichts von Felix und dessen Überlegungen als Experte, sondern was sich halt die Maschine gedacht hat, was logisch ist.

 

Genau, diese Authentizität, wir beim Erarbeiten haben, das ist das, was noch in dieser menschlichen Faktor noch macht.

 

Genau. Wir haben, wie du schon verraten

 

ein Vorgespräch geführt. Und wir haben uns dann noch den Gesprächsverlauf notiert, was wir denn gerne weitergeben wollen. Dabei sind wir draufgekommen dass diese Vorbereitung ganz ein schönes, großes Stück der gesamten Produktion ausmacht. Nämlich, sagen wir

 

Drittel.

 

Es könnte auch mehr oder weniger sein, aber wir sagen jetzt einmal ein

 

Meiner Meinung nach, und ich glaube, du hast da ungefähr dieselbe Meinung, ist das genau das Drittel, auf das es ankommt. Sehe das richtig und wenn ja, warum oder warum nicht?

 

Wir haben ja das Motto des heutigen

 

unter dem Leitfaden mit Videoproduktion und KI.

 

Genau.

 

ich vergleiche es jetzt einmal mit einer gewöhnlichen Videoproduktion, weil KI ist ja quasi eine Videoproduktion nur mit KI-Mitteln.

 

Allerdings braucht man auch, wenn man sagt, okay, wir müssen uns unseren Model buchen und wir gehen ins Gebirge und machen ein Modeshooting und dann kleine Videosequenzen

 

Social Media rausrocknen damit. Da muss man auch seine Vorbelegungen haben. Warum gehen wir ins Gebirge? Welche Mode ist da? Auch dann die erzählerischen Hilfsmittel gilt es dann zu generieren, wie welchen Text wir einblenden, welche Musik wir unterlegen.

 

Kamerawinkel werde machen, genau meine Zielgruppe mit Bewegtbild und auch den Ton abzuholen. Also diese Vorüberlegungen sind der Start von einem Kommunikationsprozess. Und dieses Video, das man generiert, ob man das jetzt wirklich

 

shootet, tatsächlich

 

Real Life oder ob man es mit der KI macht, ist ja nichts anderes als eine Kommunikation mit meinem potenziellen...

 

Genau. Was du jetzt beschreibst, der Kommunikationsprozess, und dass wir da ein Ziel festlegen. Dieses Ziel wird gern mal vergessen oder beiseite gelassen, wenn man sagt, lass uns doch einfach etwas produzieren. Und das rächt sich ja.

 

In dem Sinne, ich glaube, wenn du umfangreichere Videoprojekte hast, dann schlag das doch mit einem Mann oder einer Tag zu Buche oder so Vorbereitung.

 

Das kommt eben auch das Ziel drauf an. ich kann mich erinnern, wenn wir mal für einen großen Mittelständler in Hall haben wir ein Image-Video gemacht und das waren gut 180 Stunden, was wir in die Vorbereitung für das Image-Video hineingesteckt haben, damit wir genau gewusst haben, was sind die Werte, was sind die Produkt-Eigenschaften, wie möchte der Kunde nach außen hin wahrgenommen werden. Diese Fragen muss man sich stellen.

 

Das war für mich wieder ein Schlüsselerlebnis, denn als wir mit ihm gesprochen haben, hat er natürlich mehrere Videofirmen gehabt, die er sich angeschaut hat. Und dann habe ich uns einen Weg beschrieben und der sagt so, ja bisher war ich gewohnt, dass die Leute herkommen, die filmen dann halt und dann machen sie das Video fertig. Der war gar nicht gewohnt, dass man mit ihm spricht

 

mit dem Mitarbeiter bisschen sich die Produktionsprozesse anschaut und auch noch hat das...

 

den ursprünglichen Wert und den Nutzen, das Produkt macht für seine Kunden, dass man das analysiert. Das war alles für ihn komplett fremd, der war gewohnt. Da kommen Leute mit Kamera vorbei. Ja, die Mitarbeiter wissen, dass in einer Kamera draufgehalten wird. Aber das war es für ihn vom Aufwand her. Und er ist dann wirklich diesen Prozess mit uns gegangen, das wirklich richtig toll ist, 125 Jahre Video, als Jubiläums video gemischt mit dem Image-Film.

 

klingt spannend und beschreibt so gleich etwas, was es in meiner Erfahrung eben auch gibt, dass sich Menschen – und du hast jetzt einen Unternehmer beschrieben, der wollte sich damit auseinandersetzen, finde ich richtig und wichtig – aber es gibt eben auch viele, die eben sich genau das erwarten. Komm mal mit der Kamera und mach mal. Schreib mal den Text, erstell mal die Webseite, mach die Social-Media-Konzeption, egal was es ist. Und die laufen ja doch gefahr.

 

Dank KI. Zum einen brauche ich das nicht mehr überlegen, ich mache einfach mal, weil jetzt können sie vielleicht gefühlt selber. Was wir dann sehen, naja, es gibt irgendwas. Die Frage ist, trifft es irgendwen ins Herz? Trifft es die C-Gruppe? Erfüllt es ein Ziel? Und über das wollen wir heute reden. Wie schaffen wir es denn? Marken Wirkung oder diese ...

 

Wirkung, Unternehmen mit der Kommunikation erreichen möchte, zu erzielen. da denke ich, sollten wir uns mal anschauen, wie man da richtig herangeht, wäre das in deinem Sinne ist.

 

absolut.

 

Absolut. Dann lass uns reinstarten. Danke noch für die schöne Beispiel von einem Unternehmer, der sich die Zeit genommen hat. Und was machen wir denn da? Wir starten natürlich alle, sag ich jetzt mal, du kommst ja auch aus dem Marketing, du bei der Videoproduktion.

 

Wenn jemand schon eine saubere Marktrecherche hat und Mitbewerberrecherche, dann bekommen wir die vom Kunden. Oder dann können wir darauf aufsetzen, sonst machen wir es. Dann gibt es ja so etwas wie eine Ausgangslage. Wenn wir sie bekommen, gut, sonst schauen wir sie an. Wie machen wir denn sonst weiter?

 

Also die Frage, die sich da jetzt stellt, ist, haben wir ja schon einen

 

Betrieb, der einfach seine Kommunikation

 

Schritt voranbringen will oder haben wir jemanden, der komplett neu ins Gewerbe hinein startet. Nehmen wir jetzt an die Friseurin, die da ihren Kurs gemacht hat, die ihrer Meisterprüfung und die jetzt sagt, okay, ich möchte mich selbstständig

 

und hat aber jetzt noch nicht wirklich die große Ahnung, wie sie ihren Friseurladen...

 

Positionieren soll, es redet sich da quasi

 

Diese Prozesse muss man im Vorfeld durchmachen, damit man auch wirklich weiß, wie diese kreativen Leitplanken sind, in denen man sich bewegen kann. Also das ist ein ganz wichtiger

 

Da gibt es auch dieses Markensteuerrad, das ist eine ganz tolle Möglichkeit, ein bisschen seine Marke zu analysieren, mit dem Markennutzen, mit den Markenattributen.

 

mit dem Markentonalität und dem Markenbild. Ich möchte ganz kurz darauf eingehen, der Marken nutzen, wäre zum Beispiel, wenn man Auto hat, sicher sein soll. Dann haben wir ein sicheres Auto. Das Attribut, das zur Sicherheit führt, sind natürlich die eingebauten Airbags. Denn die Markentonalität ist dann das, wie bin ich, da sind wir jetzt bei den Softfacts, wie bin ich, wie möchte ich wahrgenommen werden?

 

Und zum Schluss dann das Ausarbeiten des Markenbilds in der Wahrnehmung, wie man nach außen hin

 

visuell

 

wahrgenommen wird. Und Markenbild, da ist natürlich die Typografie und Sounddesign und diese Geschichten drin. Und in der Markentonalität sprechen wir über die Möglichkeit, wie man die Leute emotional erreicht. wenn ich jetzt gerade zum Beispiel an die Friseurin denke.

 

die sich überlegt, was macht sie eigentlich, was ist der Nutzen davon? Dann ist es natürlich nicht einfach nur, okay, Haare schneiden, damit keine Läuse da sind, ... Hoffentlich

 

Hoffentlich nicht.

 

nicht. Man geht natürlich mit Selbstwert von seinen Kundinnen man steigert den Selbstwert, man bereitet die Kundinnen vielleicht auf einen Ball oder Hochzeit vor. Man kann sich diesen Nutzen wirklich anschauen und dann diesen Nutzen herum

 

die Tonalität entwickeln, kleine Ministorys entwickeln, die dann die stolze Mama zeigt, wenn die Tochter jetzt

 

dann die

 

Frisur

 

die Hochzeit hat, was auch immer, damit man da ins Tun kommt. Und das sind eben diese Vorüberlegungen. Und das wird total schwierig, wenn man einfach sagt, hey liebe KI, ich mache einen Friseursalon auf, bitte mach mir ein Video über meinen Friseursalon, damit ich das auf Social Media bewerbe.

 

Ja, genau. Du hast da ganz was Interessantes angesprochen. Hochzeit natürlich bringt das mit. Kann sich sicher jeder und jede gut vorstellen. Emotionen. Weil während die Friseurin sonst eine Dienstleistung verkauft wie Anti-Läuse oder kurze Haare okay, das ist jetzt wahrscheinlich nicht so.

 

emotional besetzt während aber die Hochzeit selbst, sondern durch das Beschrieben, das ganze drum herum. Weil sie ja dann mehr verkauft als eben eine Frisur, nämlich diese Sicherheit, da gut beraten zu sein, dass sie das Beste draus macht, passend zu, ich weiß nicht, Outfit, was das Kleid oder so halt. Genau.

 

Da ist es auch wirklich wichtig, man auf die Wünsche, wie die Hochzeit sein soll, ein bisschen was rockigeres, was lässigeres oder ist es eher traditionell mit Dirndl und so weiter. Und da ist dann wieder ganz andere Ausformungen, wie du nachher dann in die Zielgruppe ran drehst.

 

Genau, wie du herantrittst Ja genau, interessant. Also du hast auch zwei Dinge, gesagt, Unterschied ob man neu startet oder ob es eben schon ein etabliertes Unternehmen ist. Ein Beispiel zuerst von 125 Jahren, das ist natürlich etabliert. Die Frisörin haben wir gerade neu starten lassen und dann gibt es eben diese Grundüberlegungen zu machen während eben auch etabliertes.

 

Unternehmen, Profis wie dich oder einen Spiringspartner holt und sagt, können wir da Ideen entwickeln für ein spezielles Segment oder so. Genau. Das ist vielleicht ein bisschen der Unterschied. Und je nachdem, die Friseurin braucht weniger Gesprächsrunden als der 125 Jahre Film.

 

Du hast gerade gesprochen von diesem ganzen Markennutzen der Tonalität und dem Markenbild. Wie darf man das vorstellen? Du gehst hin und wir haben gesagt, die Vorbereitung ist alles.

 

Was würde denn noch für ein Beispiel einfallen von einem anderen Unternehmer, wo man das gut beschreiben könnte, was man da abklären soll im Vorfeld?

 

Wir könnten zum Beispiel den Buchhalter nehmen. Man nimmt ihn an, jemand denkt sich noch, Midlife Crisis, ich mache jetzt noch den Buchhalter 2 in Wifi und mache mir einen selbstständigen Buchhalter, weil der davor war ich Künstler und jetzt möchte etwas machen, das mehr Hand und Fuß hat. Und die Person schaut dann raus, wenn man sich dann überlegt, welche Dienstleistung, welches Produkt.

 

Was bietet so ein Buchhalter an, ein Buchhalterin? Da würde ich jetzt mal sagen, nachdem wir beide selbst nicht sind, ist es eigentlich diese Planungssicherheit mit dem Finanzamt und der Sozialversicherung, dass ich einfach weiß, ich gebe das dem ab, der sagt mir, was ich zahlen muss und damit ist es für mich erledigt und ich kann mich auf mein unternehmerisches Handeln konzentrieren.

 

Und muss jetzt nicht monatlich meine Umsatzsteuervormeldung und die ganzen Zettel und das Rausrechnen machen, sondern das macht immer der Buchhalter. Der Buchhalter verkauft mir Sicherheit, Planungssicherheit für meine Firma, für meine Firmenentwicklung. Das ist dieser Nutzen, der dann auch in die Storytelling hineingehen kann. Aber wenn ich mir jetzt schon diesen Nutzen anschaue, kann ich mir schon beim Social Media Video zum Beispiel diesen Hook vorstellen, der sagt, du möchtest

 

stressfrei mit dem Finanzamt in Zukunft zusammenarbeiten, dann bla bla bla. Das heißt also, hier überlegt man sich dann auch im Vorfeld dieses Markenrad durch und kann einfach durch das Durchdenken mit dem Markenrad schon entsprechende Ideen für ein gezieltes Social Media Campaining mit Bewegebild machen.

 

Genau. das ist Markenrad, vielleicht lösen wir es auf. Das ist von Esch. nimmt man vielfach eben in dieser Positionierungserarbeitungsgeschichte. Man kann es auch so machen oder man kann es eben auf diese Kaufmotive, wie du sagst, runterbrechen. Du beschätzt empfänglich beim Buchhalter, er haltet ihr den Rücken frei. Du musst dich nicht darum kümmern, du dich auf der Arbeit konzentrieren. Ich vielleicht würde auf das zeitliche Argument.

 

Also Zeitersparnis, auch ein Kaufgrund mehr reagieren. genau das kann man anhand des Markenrades, dieser Nutzen, das ist einfach in der Person angelegt, warum würde die Zielgruppe das gerne haben. Und das, wie du gesagt hast, müssen sie sich überlegen, dann das richtige Setting, oder? Genau.

 

Ich wäre jetzt die Buchhalterin. Was überlegst du da denn dann mit mir? Ich hätte mit Life Crisis gemacht im Buchhalter 2. Und jetzt? Also du beratest mich jetzt und sagst in der Vorbereitung, wir schauen uns das jetzt an, wie das ausschaut.

 

Genau. wir würden uns dann anschauen, wie man das in so kleinen Micro-Stories auflösen kann. Man kann sich über die Statistik Austria suchen, heraus suchen, wie viel Prozent mit dem Finanzamt EPUs strugglen und diese Statistik als Hook hernehmen.

 

Genau,

 

wir könnten schauen, wie viele UVAs, also Umsatzsteuer Voranmeldungen, werden denn zu spät eingereicht.

 

Ja, zum Beispiel.

 

Wir sehen uns wieder.

 

Bei mir macht die Buchhaltung meine Frau und die ist da sehr korrekt. Einmal im Monat treffen wir uns und haben eine spannende Zeit miteinander, die Beziehung auch beflügelt. Das kann man sich auch so sehen.

 

Dann geht's

 

Wichtig ist, dass man diese Aspekte

 

Ideen findet, wie man

 

vor allem dann auch mit dem Wertersystem des Unternehmers, konkurrent geht und dort kleine Mikro-Stories herausgeneriert, die den Kunden dann abholen können.

 

Genau

 

bin in der Wirtschaftskammer bei der Film- und Musikindustrie, in der Fachvertretung drin und man hört immer wieder

 

dieses Argument, der Imagefilm ist eigentlich

 

Den hat man oft noch mal bei Messen oder vielleicht auf der Webseite.

 

Aber im Social Media Konvolut ist ein Imagefilm, wird das kaum nachgefragt. Also Social Media ist tatsächlich eben diese Miniclips und vor allem diese Häufigkeit, denen man die Leute, wie möchtest du sagen, bombardiert, weil Werbung ist redundant. Man muss immer wieder mit der Marke in Berührung kommen, weil etwas, was sich holt, wird dann öfters als für mich passend wahrgenommen.

 

Und das ist eines der Mechaniken, Social Media eben funktioniert. Und ganz wichtig ist, die Werbung im Fernsehen kann sich leisten, oft einmal die gleiche zu sein. Weil man ist ja diesem Werbeblock gewohnt ist. Im Social-Media-Bereich ist es allerdings so, dass man nicht einfach drei Monate den gleichen Clip spielen kann, sondern richtig schön in einem Redaktionsplan dann entsprechend die Medien vorproduziert und dann sagt man, okay.

 

Wenn wir jetzt den Content für die nächsten zwei Monate, da starten wir jetzt los und in den zwei Monaten, der vorproduzierte Content schon rausgelassen wird, wird der neue Content produziert. Und das wird einfach

 

performen die einzelnen Videos. Man versucht herauszufinden, warum performen die. Liegt es an der Formulierung, liegt es an der Typografie, liegt es an dem anderen KI-Model, den man dann verwendet. Wo resoniert die Zielgruppe am besten?

 

und versucht dann immer fein zisilierter herauszufinden,

 

welche unterschiedlichen Ebenen der Kommunikation

 

das beste Ergebnis bringt. Man lernt seine Zielgruppe

 

Genau.

 

im Laufe des Campaigns besser kennengelernt.

 

Und dann wird das analysiert und verbessert.

 

Wenn wir uns jetzt bei der Analyse mit

 

KI in irgendeiner Art und Weise behelfen. Meistens ist die KI schon in diese Analysetools mit reingeschlüpft. Die benutzt man dann ja mehr oder weniger mit. Aber Felix, bist seit über 20 Jahren als Kreativer unterwegs. Meine Frage ist die Gretchenfrage an dich. Kann denn KI wirklich kreativ sein? Und da haben wir ja so berechtigte Zweifel, glaube ich.

 

kannst du uns sagen, wie du darüber denkst?

 

Tatsächlich ist es noch so, dass KI so funktioniert, man sagt das Large Language Models, dass es eine Mustererkennung hat. Also KI versucht herauszufinden,

 

welche Worte,

 

am wahrscheinlichsten passend sind. Und das macht auch die KI an den anderen generativen Prozessen so. Also es ist Githär und tut

 

aus der Verknüpfung von den unterschiedlichen Anforderungen, aus diesen Mustern heraus, eine Antwort zu generieren.

 

das funktioniert ja gut, sonst würden wir jetzt nicht da sitzen und darüber sprechen. Aber die Frage ist, kann KI etwas Neues erfinden?

 

da möchte ich jetzt

 

hineingehen und zwar stellen wir uns mal eine KI vor, die mit Musik arbeitet.

 

mit Musik gefüttert worden

 

wäre, die 1959 abbricht mit der

 

wäre KI in der Lage gewesen,

 

oder ein Song dazu zu finden, wie die Beatles neu generiert haben. Hätte die KI a Kylie

 

Minogue

 

Style herausfiltern können aus den Muster-Trainingsdaten, wären David Guetta mit

 

KI möglich gewesen wenn das Training der KI

 

Musik aus dem Jahr 1959 gestoppt worden wäre. Ich glaube eher nicht. Das heißt also,

 

dieses Verknüpfen von Elementen und dadurch was Neues zu generieren, da ist die KI noch nicht. Ist so meine Sichtweise.

 

ich finde dein Beispiel super mit der Musik, weil man da bisschen abgeholt wird. Bei dem Buchstaben erscheint es uns zwar sehr eloquent, was die Maschine macht, aber hat eine gewisse Logik. Dann wird es einfach übernommen und man fragt sich gar nicht mehr, ist es ein Abklatsch oder nicht, sondern Hauptsache es ist gemacht. Dass man damit schaden könnte, wie mit Musik, die immer gleich alt klingt oder gleich ein Muster folgt, weil es langweilig ist, man dann auf Durchzug, wie man so schön sagt, stellt.

 

Und dann sind wir wieder bei unserer Anfangsfrage. Dann haben wir es ja mit der Wirkung nicht wirklich was erreicht, oder? Genau. Und deshalb finde ich deine Musikbeispiele super, weil du hast jetzt genannt die Beatles oder David Guetta. Aber da gibt es ja noch so viele andere. oder Queen oder was ja immer das ist oder Michael Jackson

 

und dieser kreative Prozess,

 

der einfach nur, finde ich, im Menschen stattfindet, dass den irgendwann die KI vielleicht lösen kann, mag sein. Das wissen wir beide nicht. Aber jetzt kann es auf gar keinen Fall noch. Und da hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, dass wenn der kreative Prozess ist, sowas diese Widerstände, die du empfindest.

 

Magst das mal beschreiben?

 

Ihr Unterrichter unter anderem hat auch eine Werbe-Dessentakademie von Wiefelsbruck. Und dort habe ich die Abschlussrede gehalten bei den Final Cuts, bei der Werkschau. Und habe da Folgendes postuliert. Und zwar

 

der Kampf Mensch gegen Maschine ist schon längst entschieden. Die Leute, die jetzt eine Medienausbildung abschließen, die haben einen anderen Kampf. Die haben einen Kampf von Menschen mit Substanz.

 

die gegen Menschen kämpfen, die einfach KI benutzen, die eben keine Substanz mitbringen, weil sie einfach da sitzen und reinprompten. Und das, sie reinprompten, wird sofort von der KI umgesetzt. Was meine ich

 

Die großen KI-Herstellerfirmen, sagen ja, dass die

 

KI ein Turbo sei,

 

die Kreativität wahr werden zu lassen, mit einem Mausklick.

 

Wenn man wirklich mit Kreativen spricht,

 

dann erfährt man, dass der erste Gedanke, der erste Konzeptentwurf, den die Kreativen haben, meistens nicht das ist, was dann schlussendlich herauskommt. Weil

 

Natürlich.

 

man auf Widerstände stößt in der Umsetzung. Und in der Umsetzung gibt es dann diese Reibung, wo man sagt, okay, das ist zwar eine richtig tolle Idee, aber dafür brauche ich das und das. Den und den muss ich kontaktieren, da muss ich recherchieren. Und dann kommt man im der Zuge der Abarbeitung des ursprünglichen Konzeptgedankens noch viele andere Sachen drauf. Richtig. Und das ist genau das, was KI eben nicht macht oder das ist sogar das, was KI verhindert. Ich persönlich bin ja mittlerweile wirklich zur Einschätzung gekommen, dass KI die Kreativität nicht fördert, sondern die Kreativität abtötet, weil es dieses Durcharbeiten dann augenscheinlich nicht mehr braucht, nur durch das Durcharbeiten.

wird's groß, bekommt's Bedeutung auch für einen selbst. Tom Hanks sagt, it's supposed to be hard, because the hard is what makes it great.

Kreatives Schaffen, beschreibst du. Das ist nicht immer einfach, sondern im Gegenteil, beschreibst du ganz richtig schwer.

Es nimmt die Leidenschaft aus dem Schaffungsprozess raus.

Ich bin schon skeptisch geworden bei deinem Satz, dass KI-Firmen behaupten, wäre ein Turbo oder so, was hast das glaube ich genannt. In diesem Podcast und auch sonst mit den Leuten, mit denen ich da spreche regelmäßig, wir sehen es dass es ein Beschleuniger ist, aber auch ein Brandbeschleuniger ist,

Nämlich, wenn man da die Lupe hinhaltet, dann vergrößert das dasselbe. Also es wird immer dasselbe und es wird mehr. Und das kann natürlich auch sehr gefällig sein, weil sich das voll selbstständigt. Kennengelernt haben wir diese Mechanismen ja schon während Social Media in den Filterblasen, die dann diese Meinungen der Person schon verstärken und die meinen dann vielleicht, dass es nicht mehr viel anderes gibt, weil sie da so fokussiert hineingeführt werden.

Und von dem her kann ich dir noch völlig beipflichten und ist der Beobachtung sicher Gold

Nein, KI kann diese Art von kreativen Schaffen auf gar keinen Fall leisten. Noch nicht oder nie, das wissen wir nicht.

Also diese positive Reibung, die du da beschreibst. Man sagt ja auch, eine gute Idee ist mindestens siebenmal irgendwo dagegen gehend und wieder abgebogen.

mehrere Anläufe. Warum? Weil man natürlich dann mehrere Blickwinkel einbezieht. Und da ist am Anfang schon beschrieben, die Blickwinkel dieser Zielgruppe, was will das Unternehmen wirklich, was ist der Nutzen dessen, was wollen wir denn mit der Kommunikation bewirken. Da haben wir ja auch schon so viele. Natürlich kann ich das jetzt reinprompten und dann wird etwas herauskommen. Vielleicht ist es sogar brauchbar. Das wollen wir, der KI ja gar nicht absprechen. Aber ob es gut ist?

Und ob es dann sogar noch kreativ ist und dann noch eine gute Kreativität ist, das sind mehrere Stufen, denke ich immer.

du sagst schon, das Richtige meines Erachtens,

KI kann augenscheinlich schon etwas erzeugen, wo man sich denkt, mir persönlich fällt jetzt auch nichts besseres ein, klingt

Das ist eben die Problematik, das klingt gut, ich glaube, das könnte passen. Diese Aussagen trifft man nur dann, wenn man sich damit noch nicht in der Tiefe beschäftigt hat.

Und deswegen braucht es entweder ist man selber Experte für diese Prozesse oder es braucht jemand Externen, der einem wirklich da mit den richtigen Fragen zum richtigen Ergebnis lässt.

 

Genau, Felix, du sagst, ich habe das auch schon hier mehrfach mit Leuten diskutiert, die sagen, natürlich nutzen sie als Experten, Expertinnen in ihrem Feld teilweise KI-Funktionen, nennen sie das jetzt einmal, in Profi-Programmen. Und wenn der Experte oder die Expertin weiß, wohin der Weg gehen soll, dann kann er das ja auch dahin lenken oder macht es selber besser. Man kann es natürlich für

 

kleine Ideen, erste Ansätze nutzen. Aber was du beschreibst, ja eben dieses glatte, das generische, das schon gesehene, das niemanden hinter dem Ofen hervorholt. Das juckt ja keinen meistens, was die KI macht. was die kann, ist natürlich starke Tendenzen setzen. Aber wie du sagst, warum man was tut, die Qualität beurteilen, Entscheidungen begründen, wissen, warum man welches Ziel verfolgt,

 

Bitte mit Sparringpartner, bitte mit Experten. genau.

wir haben schon gesagt, dass es natürlich Betriebe, starten, wie soll ich sagen, anspruchsvoller ist natürlich die Ziele zu

Möchtest du vielleicht noch ein, zwei Beispiele aus deiner Praxis nennen? Was denn das bedeutet, wenn man was in Video umsetzt? Du hast ja schon einmal die Friseurin jetzt.

Du hast ja schon gesagt, man geht da ran und schaut sich das an. Aber an einem Beispiel vielleicht noch mal, wenn du magst. Was könnt ihr sein?

Also eben ich mache ja gerade für einen Biobauer Social Media Werbung. Und da ist natürlich auch die Frage immer, wenn wir wieder mal so einen Videoproduktionstag wie schaffen wir die unterschiedlichen von ihm und seinen Produkten herzuholen? Da gibt es natürlich jetzt, die Regionalität.

Der geringere Fußabdruck, den man macht, weil die Erdbeeren nicht aus Ägypten dann haben wir natürlich, er als Bauer kennt sich extrem gut aus, welche Vitamine in den Kräutern sind, etc. Das Thema Gesundheit ist ein wichtiges

Ja, die Herkunft in Nähe und vor allem aber auch das Lebensgefühl, das man hat, eine Bio-Qualität genießen kann. Also wie gesagt, sich das weitere Umfeld anzuschauen, das ist natürlich schon eine ganz wichtige Geschichte. Wenn man es gerade auf einem Video gemacht hat, ich bin gespannt, wie die Performancezahlen sind, wo er bisschen beschreibt, was das Leben als Biobauer betrifft, wie es an einem Alltag ist. Wenn es ein Viecher gibt, muss man halb sechs schon aufstehen, Man hat nie einen Urlaub, weil man kann die Viecher nicht alleine lassen. Und das sind so Sachen...

Wo einem als normaler Mensch, in einem Regal steht und sich sagt, der Salatkopf, unten ist er schon bisschen braun, da der nächste, der schaut noch fitter aus, den nehme ich mal her. Das sind die Sachen, man gar nicht denkt.

was mir auch durch den Kopf gegangen ist, wie viel für einen Social Media Manager. Da war wirklich eine junge Frau drin, die einen Hofgarten übernommen hat.

Was für eine Aufgabe!

Was für eine Aufgabe, genau. Die hat es hauptsächlich mit den sind sicher sehr glücklich, weil sie ist auch super. Deshalb kann ich es auch sehr gut nachvollziehen, was du meinst mit dem Bauern, der das bewirtschaftet Und die junge Frau hat Fans, weil sie davon erzählt, wie dieses Leben ist, was sie den Hühnern macht. Und macht das ganz toll.

Ich sehe das so, dass die Menschen dann eine richtige Freude mit diesen Eiern und wieder Identifikation Sie hat mehr als Bäuerin mehr Sinn in dem, sie tut, weil ich jetzt die Abnehmerin dieser Eier ja auch die entsprechende Freude zeige und plötzlich entsteht wieder Miteinander. Es hat so viel mehr als nur den Aspekt dieses Produktes, wenn wir da reinschauen. Lieber Felix, was wäre uns denn noch wichtig, dass wir zum Thema und Videoproduktion den Hörern oder mitgeben, ist bei für dich noch ein Thema offen. Wir haben jetzt geredet, wie Zielgruppe ist, dass die Einstellungen und Werte, werden sollen, das Wesentliche sind, Wir haben über diese Emotionen gesprochen, die für den Nutzer so wichtig sind, dass er sich identifiziert mit dem Produkt und darauf eingebunden gehen möchte, dass

durch die Wiederholung nicht genervt fühle, sondern positiv gestimmt fühle. KI kann auch Produktionsaufwand vermindern.

Ja, ja.

Das ich wüsste jetzt nicht, was ich nutzen müsste lange recherchieren, probieren, da vergeht so viel Zeit, da frage ich natürlich lieber dich als Sparrings-Partner.

 

zahle dir dann Falle auch gerne Geld dafür, weil du mir viel Zeit lang spartest. Was nimmt denn jetzt der Profi?

Ja, Begebenheit schildern. Ich habe es gerade im Stadtmuseum Hall bis im März, habe ich Ausstellung, habe einen Raum inszenieren dürfen. Und ich habe mit dem Thema angenommen Radikalisierung im Internet. oder durchs Internet, durch TikTok etc.

Das war total interessant, ich bin in Kontakt gekommen mit einem Staatsschützer, die es ist eine Aufgabe genau, diese Radikalisierungstendenzen aufzuzeigen

auch das Netz zu beobachten ist, mit dem wir wirklich wunderbares einabstündiges Gespräch führen können. Und da hat man ein bisschen eröffnet, wie da diese, ich es ja genannt, mich Radikalisierungmechaniken sind, weil das wirklich immer mit einer persönlichen Krise zu tun hat, mit dem Werteverlust etc.

dann habe ich diese Rauminszenierung mit einem ganz anderen Background machen können. Die Rauminszenierung selbst war komplett KI-generiert. In dem Sinne, dass die Medien, die dort gezeigt worden sind und auch hörbar waren, komplett KI-generiert waren. Das heißt also, mir ist es an dieser Zeit nicht gut gegangen, ich habe mir TikTok mehrere Profile angelegt, einmal war es so ein Christus-Fanatiker, er wieder mal so ein Moslem, der mit dem Jihad und dem ganzen Zeug beschäftigt hat. 

Dann habe ich natürlich dann die Maga-Sphäre mich reingehört. Schrecklich. in die Twilight-Wives und dem ganzen Radikalisierungswahnsinn. Ja, okay. 

Und habe da diese ganzen Themen da abgegrast bin dann her und habe Charaktere erschaffen, die dann diese Radikalisierungsbotschaften von sich gegeben haben. Mir war wichtig auch aufgrund von der Diskussion mit der Kollegin, die politisch sehr aktiv ist und diesen politikwissenschaftlerischen Überblick hat, hat sich gesagt, Felix, pass auf, dass es keine Dreckschleuder wird, geh her und tu demokratiesichernde Maßnahmen gegenüberstellen. 

Und dann habe ich der KI den Rechercheauftrag geben, du schau her bitte in die Verfassung, in die Menschenrechtskonvention, welche Artikel sprechen genau diesen und jenen Aspekt an, der gegenüber steht gegen Radikalismus, religiösen Wahn zum Beispiel oder gegen Rechtsradikalismus. Und dann hat man die KI, das überwünscht sich, die Quellen auch überprüft an die Verfassungsartikel von der österreichischen Verfassung.

Dann von der EU, Charta etc. haben wir wirklich das alles hergenommen und diese auch dann zitieren lassen und dann diese Radikalisierung gegenübergestellt. Und so entsteht dann wirklich schönen Dialog, wie die Gesellschaft einerseits mit positiven Leitplanken versucht, Demokratie zu sichern und wie es wirklich aktiv untergraben wird. Und das positivste Feedback war nachher, das ist immer wunderbar, wenn man dann in seinem Kunstwerk steht, in diesem Raum steht dann Zuseherinnen und Betrachterinnen des Werks hat und dann hat der eine gesagt, ich habe gar nicht gewusst, wie unsere Kinder da indoktiriniert werden, was da alles

Dreck im Internet ist. Und das war für mich auch wirklich so eine kleine Befriedigung, diese Aufklärungsarbeit, ich da mit dieser Rauminstallation haben leisten können. Und es ist wirklich alles belegt. Ich habe dann auch ein Quellverzeichnis aufliegen lassen, wo dann die ganzen einzelnen Radikalisierungsreporte vom Deutschen Bundesamt für Verfassungsschutz. drin war, wo diese Aussagen rausgeholt haben. das kann ja alles belegen. Also die Recherchearbeit war mit KI, aber die Quellen geprüft und die Medien waren noch halt mit KI generiert.