Vom Hype zum Handeln

#27 KI souverän einsetzen: Warum Workflows jeden Prompt schlagen

Episode Summary

In dieser Folge von „Vom Hype zum Handeln“ spricht Petra Liebl mit IT-Experte Thomas Baldermann darüber, wie Unternehmen – insbesondere KMU – den Sprung vom bloßen Ausprobieren zum souveränen Einsatz von KI schaffen. Während 2025 bereits ein Drittel der österreichischen Betriebe KI nutzt, hinken kleine Unternehmen noch hinterher. Das Gespräch beleuchtet, warum tiefes IT-Wissen zweitrangig ist, solange die strategische Planung und die Prozesse stimmen. Im Fokus stehen die Professionalisierung durch Automatisierungen (No-Code) und der gezielte Einsatz von agentischen Systemen. Thomas erklärt, welche Sicherheitsrisiken beim lokalen Betrieb von KI-Agenten bestehen, warum eine „Single Source of Truth“ (eine verlässliche Datenquelle) das Fundament für jedes KI-Projekt ist und wie Workflows im Außendienst oder im Kundensupport durch Voice-to-Text und intelligente Schnittstellen massiv effizienter werden. Unser Fazit: Souveränität im KI-Zeitalter entsteht nicht durch Programmieren, sondern durch die Fähigkeit, die „Regie“ über die Tools zu übernehmen. Ein klarer Workflow, saubere Datenstrukturen und ein tiefes Verständnis der eigenen Unternehmensprozesse sind die Hebel, um echte Zeitersparnis und Qualität zu generieren. Thomas Baldermann ist IT-Spezialist und Gründer von IT Hub Tirol Seit vielen Jahren beschäftigt sich Thomas mit der praktischen Umsetzung moderner IT-Infrastrukturen, Automatisierung und digitaler Geschäftsprozesse – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen. Dabei spielen vermehrt auch Automatisierungen und KI eine prägen de Rolle. Thomas arbeitet an der Schnittstelle von Technologie, Betrieb und Umsetzung – und unterstützt Unternehmen dabei, ihre IT effizient, sicher und zukunftsfähig aufzustellen. Von der IT- und Daten-Analyse bis zur laufenden Betreuung. 👉 Zur Website von IT-Hub Tirol https://it-hub.at/

Episode Transcription

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Vom Hype zum Handeln".Laut Statistik Austria nutzten 2025 schon ein Drittel der österreichischen Unternehmen KI.Bei kleinen Unternehmen mit weniger als fünfzig Mitarbeitern sind es schon beträchtlich weniger, nämlich unter zwanzig Prozent.
Was ist es, was wir brauchen, um KI im Unternehmen souverän einsetzen zu können?Das möchte ich heute mit Thomas Baldermann diskutieren.Willkommen bei „Vom Hype zum Handeln", dem Podcast zur Transformation im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Thomas ist IT-Experte und kümmert sich um IT-Infrastruktur sowie KI-Lösungen beziehungsweise Automationen.Hallo Thomas.Hallo Petra, freut mich sehr, dass ich heute bei dir im Podcast da sein darf. Ja, mich freut's auch, dass wir uns heute unterhalten.
Das “souverän KI im Alltag einsetzen”, das ist doch ein Wunsch, den haben Mitarbeiter und Unternehmer. Aber da braucht's halt ein bissl was dazu und über das unterhalten wir uns heute.Was denkst denn du oder was hättest denn du für einen Tipp?
Was hilft denn, um KI souverän einzusetzen? Also ich hab oft schon gehört, KI wäre so wie IT.Ich gehe davon aus, dass es gar nicht so viel IT-Wissen braucht.Wie siehst denn du das?Genau, das ist eigentlich richtig.
Also jeder muss sich eigentlich mal Gedanken darüber machen, was möchte er mit der KI eigentlich umsetzen.Ohne die richtigen Tools und die geeignete KI und die Schnittstelle dazu, kann man eigentlich dann nicht das Ziel erreichen, was man vorhat.
Daher muss man ein bissl planen, aber man braucht keine grundlegende IT-Verständnis.Okay, IT-Verständnis, vielleicht a bissl wär gut.Also ich wünsche mir oft a bissl mehr, aber wenn ich dich richtig verstehen, müssten wir es nicht studiert haben oder so, sondern können uns überlegen, von unserem Unternehmen ausgehend, was für Ziele wir erreichen wollen, oder, hast du gesagt.
Genau.Und dann, wie wir dahin kommen, da hilfst du uns dann dabei.Genau.Also ich brauche keine, kein tiefes IT-Wissen für eine Verwendung einer KI.Ja, genau.Und was ich erst schon gelernt hab, KI souverän einsetzen, hab ich jetzt gesagt, aber oftmals sind ja diese Ziele, die man erreichen will, auch mit Automationen oder Automatisierungen, was man halt mit Make und Zapier, also diesen No Code, also kein Code-Plattformen machen kann, schon zu erreichen.
Die kann ja sogar ich zusammenklicken, wo ich noch keine Ahnung von Informatik hab.Genau, das ist richtig.Aber wenn wir jetzt Zapier oder N8N oder wie auch immer verwenden, da ist gar nicht oft eine KI im Hintergrund schon, einzusetzen.
Das sind einfache Automatismen, wo ich Schnittstellen damit verbinden kann.Ja, genau.Jetzt souverän einsetzen setzt schon voraus, glaube ich, dass wir ein bisschen verbessern und ein bisschen mehr Kontext geben.
Wie du weißt, beschäftige ich mich ja intensiv mit dem Marketing und KI.Schönerweise, darf ich da jetzt auch, Ende Mai einen Kurs dazu halten, was mich sehr freut. Auf jeden Fall versuchen wir, also du sowieso und ich auch, seit ein, zwei, drei Jahren von diesem Ausprobieren zum ein bissl souveräneren Einsatz zu kommen.
Eine Konklusion, das möchte ich gerne mit dir besprechen heute, ist, einen Workflow zu haben, der nicht nur sagt, gib mir einen Text oder gib mir ein Bild und jedes Mal von vorne zu beginnen, sondern mal schon sich zu überlegen: Was brauche ich denn alles, um ein gutes Ziel zu erreichen?
Ich hab das Beispiel öfter bemüht, ein Praktikant.Wenn ich von dem was möchte, muss ich dem ja auch ganz genau sagen, worum das bei uns wie läuft und was am Ende rauskommen soll. Und wenn ich das sehr gut mache, ist jetzt so mein Verständnis, dann kriege ich schon relativ gute Ergebnisse.
Nur, das ist halt nicht mit, ChatGPT getan, sondern das sind bei meinem Marketing-Workflow zehn oder mehr Automationen im Hintergrund, drei, vier, verschiedene KI-Tools, wie du schon gesagt hast, Schnittstellen zu verschiedenen Programmen.
Du kennst das Tool ja.Also in dem Sinne, ChatGPT allein oder Claude allein wird's wohl nicht sein oder wie siehst du das?Genau, wie, wie du mir schon weitergeholfen hast, wo du die Expertin bist, die Planung oder beziehungsweise die Struktur und Prozesse, die dahinter liegen im Marketing, das einmal zu verstehen und für sich selber zu überlegen: Was möchte ich denn damit erreichen?
Oder das ist mal eins.Und dann kann ich mir überlegen: Welche Tools brauche ich denn dafür, dass ich dort hinkomme?Zum Beispiel dein Felix, als tolles Tool.Der hilft dir schon, zielgerichtet an Personen die Texte zu schreiben.
Den Felix haben wir dafür gemacht, um genau das Ziel und die Leute, die er erreichen will.Aber der fängt eben noch viel früher an, weil der kriegt ja schon alles, was er über dich oder das, was du machst, wissen soll.
In dem Sinne fängt der Prozess ja viel früher an, sondern dass jedes Mal der ganze Kontext mitgegeben wird und die Leute, die er erreichen soll, die psychografisch beschrieben mit deren Wünschen, Problemen und so weiter, damit er wirklich gut für die sich was überlegen kann.
Also ganz viel Briefing-Aufgabe.Im Marketing ist das so.Wie würdest denn du das jetzt sehen für eine Automatisierung oder Automation, die du schon gemacht hast?Genau, angenommen, ich möchte regelmäßig Newsletter verschicken.
Das wäre auch eine Automation.Da muss ich mir vorher überlegen: Was möchte ich denn an Informationen rausschicken?Wen möchte ich damit erreichen?Und was soll dann passieren, wenn da jemand auf den Link klickt?
Soll dann wieder irgendwas im Hintergrund passieren?Und so kann man auch was automatisieren.Die Texte dafür kann ich zum Beispiel mithilfe von KI schreiben.Und so bekommen wir da schon mehr Effizienz und Souveränität in so einen Workflow rein.
Ja, da sagst du, ich muss mir's überlegen und eben sagen und ein nächstes Tool und Workflow.Ich finde eben auch, dass es so klappt.Jetzt höre ich aber immer wieder Agenten.Ich weiß ja, dass du dich ziemlich intensiv damit schon auseinandergesetzt hast und schon viel, experimentiert hast, was ja du machen kannst, weil du mit deinem IT-Wissen kannst du ungefähr schauen, was ist denn das, was mir der Claude fabriziert?
Weil ich kann zwar Marketing gut beurteilen, aber ich kann jetzt nicht so gut beur-- oder gar nicht gut beurteilen, wenn der mir jetzt Code gibt, ob das jetzt in Ordnung ist.Das sag ich auch in meinen Kursen, gerade beim Social Media haben wir auch KI anwenden und verstehen gehabt.
Es geht einfach darum, das Tool richtig zu führen.Das heißt, Regie führen mir, ausführen soll die Maschine.Und damit ich Regie führen kann, muss ich ja was verstehen.Wie siehst denn du das jetzt gerade bei diesen ganzen agentischen Systemen?
Genau, vielleicht müssen wir mal kurz ein bisschen ausholen.Was ist denn überhaupt ein Agent?Ein Agent, dem gebe ich, gebe ich einen Auftrag, ein Ziel und der findet dann selber einen Weg, wie er das Ziel erreichen kann.
Das kann passieren über Tools, die er, die ich ihm bereitstelle. Genau, der plant sich seinen Weg und dann führt er den aus.Was die Agenten natürlich auch ein bisschen gefährlich macht, die können auch Sachen machen, wenn man sie lässt, die nicht so cool sind auf dem eigenen Rechner.
Zum Beispiel Dateien löschen oder E-Mails verschicken an Personen oder Inhalte, die ich jetzt so nicht vorgehabt habe rauszugeben.Und da müssen wir auf jeden Fall aufpassen und auch nicht unbedingt auf dem eigenen Rechner installieren.
Ja, danke, Thomas.Genau, du hilfst mir immer wieder bei solchen Dingen.Und das Nächste ist ja, dass wir einen Agenten machen.Und das Erste, was wir gesagt haben, ist nicht am eigenen Rechner.Ich wiederhole es jetzt einfach noch mal, weil es so wichtig ist.

Also du hast jetzt erzählt von den, von dem Agenten und wir haben ja beide schon einmal drüber gesprochen, dass wir das auch bei mir probieren.Ich freue mich schon drauf, haha.Jedenfalls hast du mir ganz klar gesagt, nicht am eigenen Rechner und nutze ein bestimmtes Verzeichnis dafür und gib dem nie den ganzen Rechner frei.
Und genau das ist es.Also das ist so die Steuerung.Und wir haben jetzt ein ganz interessantes Meeting mit jemandem gehabt, der si, sehr viel und ganz was Tolles programmiert, zweifelsfrei.Und er kennt diesen Peter Steinberger, der diesen Open Claw gemacht hat.
Und der hat uns erzählt, dass der ausbricht.Kannst du noch mal sagen, was, was der damit gemeint hat?Was meint er mit ausbrechen?Genau, diese agentischen KIs nutzen, stiften und ver-verfolgen größere Ziele.
Das bedeutet, der sucht sich auch Wege dann außerhalb von diesem Rechner oder von diesem System, wo er dann zum Beispiel ein höheres Ziel, Geld verdienen als wildes Beispiel.Der tradet dann mit Geld, das er irgendwie bekommen hat, versucht eben da einen Mehrwert zu erreichen.
Genau, also der wird jetzt auch meine Kreditkartennummer, wenn er sie findet, dafür verwenden, richtig?Genau, im blödesten Fall wird er deine Kreditkarte belasten für Sachen, die du gar nicht haben wolltest.
Das heißt, souverän auf der Ebene werden sie jetzt die allerwenigsten kleinen Unternehmen einsetzen und nicht ohne Hilfe einsetzen.Aber ich wollte es unbedingt erwähnt haben, weil das agentische KI seit 2025 so herumspukt und das kann man natürlich machen, wenn man es versteht.
Jetzt wollen wir aber heute vielleicht beim souveränen Einsatz eben sagen, für agentische Systeme, falls man sie überhaupt braucht, bitte an den Fachmann wenden und ansonsten reicht oft souverän oder halt schon eine, wie soll ich nennen, sagen, eine fortgeschrittene Nutzung von ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini zu nehmen
Oder wie siehst du das?Dieses KI-Universum der einfachen LLMs.Vielleicht müssen wir das auch erklären.Large Language Modelle sind ja diese großen Sprachsysteme, denen man einfach Fragen stellen kann und dann ziemlich gute Antworten zum Teil schon bekommt.
Diese allgemeinen Modelle, die haben ja sehr viele Funktionen.Wenn man da auf Plus klickt, gibt's ja dann doch schon einige Funktionen, die man ja, die die meisten gar nicht kennen.Und Claw war ja nie dafür gedacht, dass man das in einem produktiven Weg einsetzt.
Das war ein Pro, ein Experiment eigentlich.Mhm.Und wir müssen da ein bisschen unterscheiden von Claude oder von Claude gibt's das Claude Code.Richtig.Von OpenAI gibt es Code X- Mhm ...was auch agentische Funktionen hat oder Agenten hat.

Und diese Systeme sind deutlich besser getestet, als wie das Open Claw, da es ja von großen Firmen kommt und die da dahinter stehen müssen, dass die jetzt nicht unbedingt ganz wilde Sachen anstellen.
Ja, genau.Aber wenn wir von dem Agenten jetzt einmal weggehen und sagen, souveräne Nutzung von den allgemeinen LLM-Systemen, die fünfzig Prozent im Einsatz haben, also ChatGPT oder Claude oder Copilot.
Mit Claude Code kenne ich mich besser aus.Das verwende ich ganz, ganz gerne.Ganz gerne?Ja.Das kann ganz tolle Sachen.Mit dem kann man super Vibe coden.Vibe coden ist, Code generieren anhand von einem Prompt.
Ja.Und da können die Agenten auch schon selbstständig ganz viel erstellen und ausführen.Okay, das ist aber auch schon ein bisschen für fortgeschrittene Nutzer, hätte ich so das Gefühl, richtig?Absolut.
Das ist dann auch so eine Art Black Box.Man sieht ja nicht wirklich, was da dahinter passiert.Man bekommt dann ein Ergebnis und da muss man immer ein bisschen schauen, was das tut.Ja.Wenn wir jetzt mal von den Agenten wiederum, vielleicht einen Schritt zurückgehen.
Man kann aber auch die allgemeinen Sprachmodelle-Ja, souverän nutzen insoferne, als man das Briefing, nennen wir es mal einfach, die Aufgabe, die man ihnen gibt, das Prompting, verbessert.Jetzt hat man schon, gibt's ja Unternehmen, die haben 2025 so Prompt Engineers als Stellenbeschreibungen gesucht, weil sie sagen, das löst mir da ganz viele Probleme potenziell im Unternehmen.
Aber ich glaub, dass man 2026 jetzt schon ein Stück weiter sind und wissen, es geht ja gar nicht darum, allein diesen Prompt zu machen, sondern dass es um, eben wie wir schon gesagt haben, diesen Workflow geht.
Nämlich zu wissen, was im Unternehmen ist Schritt eins, Schritt zwei und Schritt drei.Und da verwundert's jetzt wenig, dass viele Mitarbeitende im Unternehmen sich, ja, nicht so gut unterstützt fühlen von KI, weil es würde ja voraussetzen, dass im Unternehmen das passiert, was du vorher schon gesagt hast, nämlich diese Aufgabenziele sauber definiert sind.

Genau.Und da warten viele noch ab.Oder was ist denn da dein Eindruck?Ich glaub, an der Stelle gibt's zwei verschiedene Betrachtungsweisen. Die eine ist einmal, da einfach die Firmen zu wenig tun und keine Guidelines in die Mitarbeiter geben oder die, die Chefs oder die Fronttot da selber keine Ahnung haben, was sie denn damit überhaupt tun können oder wollen.
Mhm.Und auf der anderen Seite gibt's sicher eine große Nutzeranzahl, die KI verwendet ohne der Erlaubnis und da sicherlich auch viele Informationen rausgehen, die nicht rausgehen sollten oder auch Sachen gemacht werden, die vielleicht jetzt nicht ganz gewünscht sind oder im Sinne der Unternehmen.
Richtig.Also das, was du ansprichst, ist ja einmal diese Schatten-KI. Es kann nicht im Interesse des Unternehmens sein, wenn was passiert, was man nicht managen können. Insofern wär's ja sehr, sehr gute Idee und sollte es wirklich jedes Unternehmen machen, die KI-Guidelines festzulegen.
Das haben wir ja in der letzten Folge schon mit dem Clemens Handel besprochen, Rechtsanwalt, und da haben wir auch schon in den Show Notes verlinkt zu der Wirtschaftskammer, wo diese Guidelines drauf sind.
Und das andere ist eben, wie du sagst, das Unternehmen, das muss nicht die Unternehmensführung sein, aber eben auch nicht unbedingt jemand aus der IT, sondern Leute im Unternehmen.Wenn da die Kultur ist, dass die sagen, wir haben da ein Thema, das würden wir gern anschauen, ob wir das können automatisieren und zur Unternehmensführung gehen, dann kann man sich ja Hilfe holen und, jemanden wie dich ansprechen und sagen, wir haben da dieses Thema, wie kann man das am besten organisieren?
Genau.Genau.Da muss man sich einfach schon einmal klär, ja.Genau.Und, und da muss man sich einmal klar drüber werden.Also was wär ein guter Beginn?Also ich kenne es jetzt so, dass das Unternehmen uns einladen, erzählen mal, was alles bei ihnen so passiert und dann ist die meistens erste Frage, sagt man: „Was kostet euch denn am meisten Zeit von etwas, was sich ständig wiederholt?" Also ich brauche mal an erster Stelle eine, eine Quelle, wo die Daten der Wahrheit liegen, also die Single Source of Truth, wo einfach alle hingehen können, auch die KI vor allem, und weiß, dort steht das Gesetz.
Und von dort aus kann man dann weiterarbeiten.Sei es jetzt zum Beispiel der USP des Unternehmens, dass de, dass dieser USP für Social Media oder keine Ahnung, für E-Mail-Newsletter verwendet wird. Ja, dann braucht man natürlich auch noch die Tools dafür, wo, wo welche Tools sind und wie kann man da drauf zugreifen, also die API-Schnittstellen.
Ja.Passwörter und so weiter sollte halt niemals in, in die KI reintippen, weil die bleiben dort, die gehen nicht mehr raus.Mhm.Dann müssen wir sie einfach ändern, wenn das einmal passiert, aber man muss einfach dran denken, dass, dass man die, die Informationen dann an den Systemen ändert.
Ja. Und dann wenn man jetzt ins Unternehmen kommt, wie wir gesagt haben, und hoffentlich gibt's schon die Single Source of Truth, und ansonsten schaffen wir sie.Was ist denn dann das Einfachste oder das Praktikabelste, wie du mit den Unternehmen vorgehst, damit sie können, was auch immer anschauen, automatisieren oder einen Workflow erstellen?
Dann sehen wir mal in der, in der Praxis dann, welche Workflows da sind oder welche Prozesse denn überhaupt da sind und welche viel genutzt werden.Und daran können wir dann festmachen, ah, dieses Tool, da sind die Informationen drin.
Das brauchen wir für dieses Ziel und dann können wir daran einen Workflow oder einen Agenten bauen oder erstellen, der da Arbeitszeit spart und die Mitarbeiter entlastet.Genau, könntest du da Beispiel sagen, weil du hast jetzt gesagt, Agent, das könnte auch ein Assistent sein, richtig?
Genau.Weil du könntest ja einfach was haben, wo du sagst, okay, ich frag de, er antwortet oder führt was aus und wartet auf 'ne neue Angabe.Also er macht nicht selbstständig dann was, sondern er kriegt einfach ein Ziel.
Du sagst ihm, was er dann zu tun hat.Mhm.Ohne, dass der selbstständig unterwegs ist, oder? Angenommen, wir haben ein Ticket-System, wo Probleme bearbeitet werden oder Incidents aus der IT.Mhm.Dort kommt vielleicht ein Incident rein, dieses und jenes Problem.
Die KI kann aus vorherigen Tickets, die wir schon bewertet haben, dieses Ticket oder diese Antwort in diesem Ticket war die richtige oder hat zur Lösung des Problems geführt, kann dann dass dieser Agent oder diese, diese, dieser Workflow für das neue Ticket einen Vorschlag machen, das könnte die Lösung sein.
Und so sparen wir uns die Suche im Ticket-System oder sogar vielleicht schon am System.Klingt total sinnvoll.I, ich denk jetzt grad so mit, ich weiß nicht, ob das jetzt ähnlicher Fall ist, aber das sind ja unterwegsIm Außendienst oder wie Kunden und die könnten ja dann diktieren ihre Berichte und wenn die Berichte dann automatisiert in dem System schon richtig abgelegt werden, dann könnte uns auch ein Workflow dabei helfen, daraus einen Bericht zu machen, wo der schon die jeweiligen Teile in die richtige Rubrik schreibt und wiederum zur Verfügung stellt intern.
Richtig?Genau, das wäre auch möglich.Das wäre dann Voice to Text.Genau.Wir erstellen diesen Bericht, sprechen den rein, die KI transkribiert diesen Text und kann den zum Beispiel auch schon im CAM, dem jeweiligen Kunden oder vielleicht sogar als Opportunity anlegen und für mich abspeichern.
Dann spare ich mir schon die ganze Schreibarbeit.Genau.Und man könnte natürlich auch sagen: Bitte lege dieses Dokument dem vor.Oder vielleicht möchte ich ja, dass dieses Dokument weitergeht an die Auftragsbearbeitung.
Vielleicht möchte ich, dass dieses Dokument weitergeht an eine Verrechnung.Vielleicht möchte ich, dass dieses Dokument an einen bestimmten Ort ins Unternehmen geht und dann könnte ich diesen Workflow auch anstoßen.
Richtig?Genau, das könnte man über einen Voice Assistant oder Voice Agenten machen, der solche Aufgaben übernehmen könnte. Genau, dann gibt's ja auch andere Aufgaben, wie z-- Also den Chatbot mag ich schon gar nicht bemühen, weil der schon so vielfach breitgetreten wurde und die Leute ja gar nicht so positiv auf Chatbots reagieren.
Aber es gibt ja auch Möglichkeiten, zu Informationen zu kommen, wie zum Beispiel, ich checke in einem Hotel ein und gehe dann aufs Zimmer und am Zimmer gibt's dann schon ein System, bei dem ich gefragt werde: Möchten Sie gerne mehr Informationen über A, B, C, D?
Bisher war das vielleicht a, ein iPad, das am Zimmer steht oder irgendein Eingabedevice, wo dann ich habe können mich durchklicken über die Dinge in der Umgebung, aber jetzt könnte natürlich über wieder Voice mit diesem Gerät, ob am Fernseher, bräuchte gar kein iPad mehr, mit der Device kommunizieren.
Und wenn die gefüttert wird mit Informationen, wann ist das Frühstück, vielleicht sogar mit Timeslots, ob's Massage oder was jetzt auch immer in diesem Hotel gibt, wenn da was frei ist, könnte man ja auch über KI sehr viel steuern.
Richtig?Ja, das hat's vermutlich auch schon früher gegeben.Vielleicht zum Beispiel die Alexa hat man schon gekannt.Mittlerweile, glaube ich, sind wir da schon ein paar Schritte weiter.Ich glaub, in der Personalisierung können wir da jetzt noch viel, viel tiefer gehen und Personendaten mehr verarbeiten, wo man natürlich halt sehr stark auf den Datenschutz wieder aufpassen muss, welche man da verwenden darf und was man da wohin schickt.
Aber so was wär auf jeden Fall möglich.Vielleicht gehen wir noch mal zurück auf das Einfachste.Die Leute machen ja so gern Texte und Bilder.Und wir beide haben uns ja auch getroffen bei einer KI-Veranstaltung, wo's um Marketing ging.
Richtig, genau.Und wenn wir da noch mal zurückgehen und sagen, was denn, was ist denn ein guter Prompt?Vielleicht bei den Prompten ein kleiner Tipp.Ich kann mir ja auch eine Prompt grob überlegen und die kann ich ja auch der KI geben.
Die kann mir die verbessern.Mhm.Dann kann ich sie ja immer noch anpassen und vielleicht komme ich so dann zielgerichteter zu 'nem, zu einem besseren Ergebnis.Angenommen, ich möchte ein Bild von einer Katze am Berg mit weißem Hintergrund erstellen, und sag der KI: „Hey, das ist diese Prompt, bitte formuliere sie mir für mehr Realist, also für, für eine realere Szene und größere Berge." Und die KI wird mir dann diesen Prompt optimieren und verfeinert ausgeben.
Ja, richtig.Genau, aber das ist ja schon relativ sage ich mal, anspruchsvoll.Wenn wir jetzt bei dem bleiben, was die meisten Leute machen, die wollen ja gern einen Text haben.Wenn ich sage: „Schreib mir einen Text über mein Unternehmen", dann ist das ein bisschen wenig.
Oder einen Newsletter-Text, dann ist das ein bissl wenig.Oder schreib mir einen Social-Media-Post.Das müssen eigentlich relativ schlechte Ergebnisse werden, weil da könnte ich an der Bushaltestelle dann auch jemanden fragen und sagen: „Was soll ich denn für mein Marketing machen?" Wahrscheinlich wird das jetzt nicht so ganz, ganz die richtige Antwort werden.
Aber wenn ich aber dann sage, d-das kennen ja alle jetzt schon hinlänglich: „Du bist Online-Marketing-Experte für Betriebe, es wär ein Handwerksbetrieb, und schreib jetzt für mich einen Instagram-Post, der so und so lang ist in drei Varianten." Dann kriege ich das.
Aber was, und das ist ja ein bissl so die, der Anwendungsfall gewesen, weil du bist ja sehr gefinkelt, du hast ja das ja gemacht inklusive Posting.Aber was fehlt da noch?Also das ist jetzt so die Frage.
Warum wird das immer noch sehr allgemein sein?Aber für, er weiß noch nichts, gar nichts über dein Unternehmen. Da sind wir wieder bei Single Source of Truth eigentlich.Genau, und da wollte ich immer hin, dass das, was du erklärt hast, braucht es einmal, er braucht dieses Wissen.
Und genau machen wir das im Marketing, dass wir ein Briefing gemacht haben.Das ist das Um und Auf.Warum haben wir das immer gemacht?Weil wir von Kunde zu Kunde gehen und ich muss ja jeden Kunden verstehen und mit dem und seinem Unternehmen was machen.
Das heißt, ich habe immer schon die Brille aufgehabt, ich muss möglichst viel von diesem Unternehmen wissen, damit ich überhaupt was Gutes für den machen kann.Und genauso wie er den Felix macht und diesen Unternehmensinfos eben ausgeht.
Gut, jetzt kennt er das Unternehmen, den USB, wie du schon einmal gesagt hast, und hat diese Single Source of Truth.Dann gebe ich ihm aber auch noch Beispiele und sage: „So ist es, wie wir klingen, wie wir sprechen." Super.
Dann hat er das und dann kann aus, du bist Online-Marketing-Experte und schreibst für mein Unternehmen schon ganz anders, weil da kann ich ihm schon dieses ganze Briefing mitgeben.Dann wird er diesen Post schon viel besser schreiben.
So, jetzt macht er den für mein Unternehmen.Und das ist das, was die meisten noch schaffen, wenn sie sich damit beschäftigen.Aber dann fehlt eben das, was du gesagt hast, dieser entscheidende Schritt meistens.
Und sagen: „Okay, wer soll denn da jetzt anbeißen?" Das heißt, wir haben jetzt so die Angel ausgeworfen, aber wir haben überhaupt nicht gesagt: Fisch mit dem See, Fisch mit dem Meer, m-mit welchem Köder?
Was soll da kleiner Fisch anbeißen?Soll der große Fisch anbeißen?Sind die überhaupt lustig jetzt zum Beißen?Sollte ich das nicht besser in der Früh oder am Abend machen oder mittags?Also da fehlt ja noch ganz viel.

Das heißt, ich arbeite da psychografisch und der Felix, indem er wirklich, wirklich der Zielgruppe, dem Wunschkunden, in, in den Kopf schaut, eigentlich versucht, herauszufinden, ganz genau: Was ist denn wirklich sein Problem?
Was will denn der gelöst kriegen?Und wenn ich das der KI sagen kann, dann kommt was extrem Gutes heraus, weil das dann so touchy wird.Also plötzlich hat, kann sie wirklich tolle Ergebnisse liefern und Insights, auf die ich wirklich vielleicht nicht gekommen wäre, weil keiner von uns jetzt so viele verschiedene Dinge so schnell durchspielen- KI.
Okay, muss immer noch achtzig Prozent streichen, aber zwanzig Prozent führen vielleicht dann zu einem Ergebnis.Oder man nutzt so einen integrierten Workflow wie den Felix, da ist das Ganze halt schon integriert drinnen.
Also wenn jemand wie ich das schon mal alles fertig gemacht hat oder jemand wie du schon einmal einen ganzen Prozess gelöst hat für die CRM-Integration.Du hast ja, du beschäftigst dich ja damit, dass man sagt, was kann man denn alles mögliche automatisieren.
Da muss ja gar keine KI im Hintergrund sein.Kannst du uns sagen, welche Prozesse du dir schon mal für dich angeschaut hast oder bei, bei Kunden schon umgesetzt hast?Was zum Beispiel auch aus, fürs Marketing wichtig ist, wenn ich jetzt ein, ein Termine habe auf meiner Homepage, die für Kurse da sind, als Beispiel, und diese dann irgendwo anders auch platzieren möchte, zum Beispiel in der TT unter Events, dann kann ich ja regelmäßig eine Synchronisation zwischen meiner Homepage die-- dieser Termine und dieser TT-Seite machen und ein Agent wird dann dort meine Termine anlegen und veröffentlichen.
Das wäre ein möglicher Workflow.Genau, bei der TT musst du das vielleicht bezahlen, aber es könnte sein, dass es auch noch Börsen gibt.
Ja, oder Foren.Ja, Foren gibt, wo ich das machen kann, ohne dass ich was bezahlen muss.
Und wenn das durchautomatisiert ist, ist das fesch.Wenn ich jetzt nicht nur einmal im Jahr Event habe, sondern vielleicht regelmäßig, dann bringt mir das natürlich was.Genau.Oder wo vielleicht auch noch ein, ein wichtiger Punkt wäre: SEO-Optimierung.
Also ich kann regelmäßig meine Homepage auf SEO testen und verbessern gegenüber meinem Wettbewerb.Mhm.Da mache ich natürlich ganz große Ohren, weil das mache ich ja alles händisch.Genau, da gibt es natürlich viele Möglichkeiten.
Mhm.Ich verwende gerne schon Plugins, die, die da sind mit einer Schnittstelle und darauf aufbauend einen KI-Workflow.Da kann man zum Beispiel einen Agenten-Team erstellen.Ein Agent wird die, den Audit vornehmen, schauen, wo gibt es Probleme oder wo gibt es Themen, die man sich anschauen muss.
Dann gibt es einen anderen Agenten, der dann diese Probleme auch beheben kann.Mhm.Also jetzt, Thomas, jetzt hast du mich, gell?Schön.Schön.Das heißt, ich frage dich jetzt nicht, was du nächste Woche vorhast, sondern ich frage dich einfach gleich schon: Lass uns das bitte nächste Woche umsetzen.
Ich glaube, mit dem- Sehr gerne.-können wir sehr viele Kunden glücklich machen.Weil, und jetzt kommt der Punkt, dieses System plus a Wissen, was man wirklich tun muss und, und auf was man schauen muss, aber das kommt ja wieder darauf an, weil empfiehlt der dir automatisch die richtigen Keywords?
Bist du dir da ganz sicher oder lenkst du den?Ja.Man kann den natürlich auch lenken.Es kommt darauf an, was ich damit erreichen will.Möchte ich jetzt eine Mitbewerberanalyse machen, die mir sagt: „Schau dir bitte diese Mitbewerber an, finde ähnliche Seiten und wie schaffe ich es, vor diesen Seiten zu landen, in zum Beispiel Google?" Wäre das möglich.
Und dann gibt er dir eine Strategie und sagt, was du ändern sollst.Genau.Okay.Oder ich habe einen Agenten, der mir das gleich direkt umbaut.Ja, dazu musst du ihm aber dann auch diese Seite geben und sagen: „Hier ist ein Muster", oder so, „und mach das jetzt gleich ähnlich wie dieses Muster", oder?
Er kann es sogar selber finden.Das ist, da sind wir genau bei dem Punkt, wo wir vorher darüber geredet haben.Ich gebe ihm ein Ziel und er versucht, dieses Ziel zu erreichen. Wie er das erreicht ist natürlich eher offen.
Mhm. Und wenn du das wieder gesteuert haben willst?Da kann ich ihm natürlich Vorgaben geben oder einen Leitfaden oder Beispiele.Mhm.Also ich glaube, das sollten wir ausarbeiten. Jetzt hoffe ich, dass du im Mai vielleicht dafür Zeit hast, weil das würde ich ganz gern umsetzen.
Sehr gerne, ja.Ja, super.Das heißt, wir haben schon ein Projekt für Mai. Das freut mich. Zusätzlich zu meinem Marketing mit KI.Und dann können wir vielleicht noch sagen, da wir jetzt die Agenten doch einige Male erwähnt haben. Im Herbst wird es wahrscheinlich einen WIFI-Kurs mit uns beiden geben.
Der Kurs soll frühestens Ende September oder im Oktober stattfinden und da wird sehr vieles von dem, was wir heute angeht, dieser Time drinnen sein.Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das Ausarbeiten mit dir für den Kurs.
Ja, das machen wir dann.So, Thomas, vielen Dank, dass du dir heute Zeit genommen hast und wir sehen uns im Mai und bald wieder an dieser Stelle.
Ja, danke dir.
Ja, danke dir.Spitze.
Bis bald.
Bis bald. Danke dir.

In unserem Podcast Vom Hype zum Handeln sprechen wir alle zwei Wochen über die Chancen des Wandels im Zeitalter künstlicher Intelligenz.Wir zeigen, was es am Markt in verschiedenen Bereichen gibt und was realisiert wird.
Wir sprechen über neue Entwicklungen, ordnen sie ein und lassen auch Experten und Partner zu Wort kommen.Damit erhältst du Einblicke aus erster Hand von Leuten, die schon zwei, drei Schritte weiter sind als der derzeit weit verbreitete Experimentierstatus.