In dieser Folge von „Vom Hype zum Handeln“ spricht Petra Liebl mit Dr. Lukas Staffler, Rechtsanwalt, Compliance-Experte und Lehrbeauftragter, über Chancen für Europa durch Open Source-KI und Änderungen im EU AI-Act für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz – und warum das Rückenwind für Unternehmen bedeuten kann. Wir beleuchten, was der AI-Act 2026 konkret bedeutet: neue Standards, verlängerte Fristen und klare Verantwortlichkeiten, die Planungssicherheit schaffen – besonders für kleine und mittlere Unternehmen. Ein Schwerpunkt liegt auf Open Source-KI und On-Premise-Lösungen: Sie stärken Datensouveränität, schaffen Unabhängigkeit von Cloud-Diensten und eröffnen neue Chancen für europäische Unternehmen. Dr. Staffler erklärt, warum der AI-Act kein starres Regelwerk ist, sondern ein Rahmen für verantwortungsvolle Innovation, und wie Unternehmen sich jetzt sinnvoll vorbereiten können – von Schulungen bis zu internen Prozessen. Zum Abschluss werfen wir einen Blick nach vorn: Ab 2026 setzt Europa auf Qualität statt Quantität – mit offenen Standards, ethischen Leitplanken und dem Ziel, Innovation und Vertrauen miteinander zu verbinden.
KI-Aufwind für Europa – Open Source & AI-Act Leitplanken
In dieser Episode spricht Petra Liebl mit Dr. Lukas Staffler über die neuen Rahmenbedingungen des EU-AI-Act und darüber, wie Open Source-KI und On-Premise-Lösungen die Datensouveränität europäischer Unternehmen stärken können.
🔍 Themen der Folge:
🎙️ Gast in Folge 21: Rechtsanwalt Dr. Lukas Staffler
KI ist 2025 endgültig im Unternehmensalltag angekommen. Und auch der EU AI Act. Wir sprechen heute über die Neuentwicklungen aus der EU und was sich für Unternehmer 2026 ändert.
Mit Dr. Staffler spreche ich heute darüber, welche regulativen Erleichterungen die EU-Kommission in puncto Schulungspflicht vorschlägt und warum Europensachen KI noch im Rennen ist.
Mein Name ist Petra Liebl und ich begrüße dich ganz herzlich zu einer neuen Ausgabe des Transformationspodcasts vom Hype zum Handeln. Hier geht es darum, digitale Entwicklungen einzuordnen und wie Unternehmer ins Handeln kommen.
Ich freue mich sehr, heute noch einmal Dr. Lukas Staffler bei mir zu begrüßen. ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Unternehmensrecht und Digitale Wirtschaft. Er begleitet Unternehmen sowie Start-ups bei der praxisnahen Umsetzung von
Lukas:
Ich freue mich sehr, heute noch einmal Dr. Lukas Staffler bei mir zu begrüßen. Er ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Unternehmensrecht und digitale Wirtschaft. Er begleitet Unternehmen sowie Start-ups bei der praxislangen Umsetzung von KI-Strategien.
Petra:
Herzlich willkommen, lieber Lukas. Schön, dass du wieder da bist. Vielen Dank, Petra. Ich freue mich, da zu sein. Super. wir haben uns ja vor einem halben Jahr ungefähr mal gesprochen zum AIACT.
Lukas:
konforme KI Strategien. Herzlich willkommen, lieber Lukas. Schön, dass du wieder da bist. Vielen Dank, Petra. Ich freue mich wieder da zu sein. Super. Lukas, haben uns ja vor einem halben Jahr ungefähr mal gesprochen zum e.i.
Petra:
Was wäre dein KI-Moment, wenn du 2025 Revue passieren lässt, was denkst du denn da?
Lukas:
2025 war ein tatsächlich ein total spannendes Jahr und mein Highlight in 2025 war tatsächlich der DeepSeek-Moment. Wir erinnern uns zurück, im Januar ist Trump vereidigt worden als Präsident der Vereinigten Staaten und es hat nicht lange gedauert, bis er dann auch die große Stargate-Initiative gelancht hat mit diesen unfassbaren großen Geldsägen für die US-amerikanische KI-Wirtschaft.
Und ganz kurz danach hat DeepSeek, also ein chinesisches KI-Unternehmen, einen Killer-Moment verursacht für die amerikanische Wirtschaft. Die haben nämlich ein Modell präsentiert, das kompetitiv ist zu den amerikanischen Modellen und haben behauptet, dass das mit einem Bruchteil oder Summe zustande gekommen ist, wodurch die Aktien der US-amerikanischen Firmen natürlich ganz stark unter Druck gekommen sein.
Wieso das der KI Moment 2025 für mich ist, ist eine Begleiterscheinung von diesem Deep Seek Moment, denn Deep Seek hat nicht nur das so veröffentlicht, sondern es hat es auch als Open Source Modell veröffentlicht und der Open Source Faktor ist für mich der entscheidende Gamechanger, weil wir jetzt einfach aus diesem bipolaren Wettrennen zwischen USA und China ein komplett neues Race können machen, wo Europa meiner Meinung nach eine Riesenchance hat weiterhin kompetitiv zu sein.
Petra:
Das verstehe ich total. Der DeepSeek-Moment ist für ganz viele ein maßgeblicher gewesen in diesem Jahr. Und du hast es mit Open Source schon angesprochen, der Faktor ist absolut wesentlich.
Bevor wir auf den noch eingehen, würde ich dir bitten, dass man vielleicht für die Zuhörer zusammenfassen, was wir schon besprochen haben zum EU-AI-Act und was hatten der AI-Act und das Open Source, das du gerade angesprochen hast und Innovation, was hat denn das alles zusammenhängt.
Kannst du bitte noch einmal Revue passieren lassen, was denn das Wesentliche vom AI-Act ist, das für Unternehmen maßgeblich ist?
Lukas:
Genau, gerne mache ich ein kurzes Wrap-Up zum AI Act.
Und zwar geht es im Wesentlichen darum, dass Unternehmen, die KI einsetzen, sich entsprechend aufstellen müssen. Es geht also einen beruflichen Kontext von AI. Dann gelten gewisse Regelungen. Die wichtigste Regelung, die für alle Unternehmen gilt, die AI einsetzen, ist die Schulungspflicht, nämlich dass die Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbilden müssen und zwar nicht nur am Gerät selbst, was die KI betrifft, sondern eben auch was Chancen nicht nur am Gerät selbst, was die KI betrifft, sondern auch was Chancen sind und was Risiken sind.
Wenn wir dann weiterschauen, gibt es den zweiten großen Moment, die Transparenzpflichten, das heißt eine natürliche Person, also jeder Mann und jede Frau, die KI-Content ausgesetzt ist, sollte zumindest ermächtigt sein, wissen, dass sie mit einer AI zu tun hat. wenn ein Video gemacht wird mit KI, soll das auch ausgewiesen werden, dass dort Technologie verwendet worden ist und das kein reales Video ist.
Und der dritte große
Die Hochrisiko-Anwendungsfälle sind verboten. Andere werden als hoch riskant angesehen. Beispiel ist, wenn KI im Bildungsbereich oder im Arbeits-HR Dann gelten besondere Qualitätspflichten, die nicht ohne sind - aber aufgrund der Wichtigkeit des Risikos für die Personen einfach ganz klar reguliert sind.
Das ist im Wesentlichen der AI Act, wir für Unternehmen sich darstellt.
Petra:
Danke, Lukas. Die Transparenzpflicht, die du als zweites genannt hast, ist wichtig zu betonen. Da geht es sehr viel ums Individuum und dass man klar macht, wir das letzte Mal schon besprochen, dass man einfach schreibt: “dieser Chatbot arbeitet mit KI” oder so ähnlich.
Über die Regelungen zur Schulungspflicht reden wir noch und die Hochrisikosysteme, dass man da Compliance einhalten muss, ist ja auch für alle Beteiligten, wichtig.
Wenn wir sagen 2026, ist spannend was da alles passiert. Ich habe gelesen und gehört, dass da einiges diskutiert wird innerhalb der EU.
Ich habe was von dem AI Act Omnibus gehört. Was erwartet denn die Unternehmer da? Kannst uns da ein bisschen einen Ausblick geben?
Lukas:
Es ist so, dass es neben dem KI-Moment am Anfang des Jahres und einem weiteren KI-Moment gab, Ende des Jahres, der in Europa stattgefunden hat. zwar haben wir gesehen, dass die Industrie, die Wirtschaft sehr unzufrieden war mit dem Regulierungsweltmeister Europäischer Union. Es war ja groß angekündigt von der Europäischen Union und vom Kommissar Thierry Breton, dass wir jetzt endlich das weltweit erste große Regulativ haben zur AI. Wir sind die Ersten.
Aber was die Wirtschaft, der große Schritt nach vorne vor, ist dahingestellt. Die großen Firmen sind dankbar für klare Regelungen, weil sie sich orientieren können. Aber für die Klarheit ist es auch ganz schwierig gewesen, mit einem Regelwerk, das immerhin mehrere hunert Seiten füllt, auseinander zu setzen.
Deswegen muss man es durch meiner Meinung nach auch der Europäischen Kommission hochführen anrechnen, dass sie es zugehört hat auf die Pain Points, die geäußert worden sind. Und die Europäische Kommission hat am 19. November 2025 ein Package, unter anderem eben dieses Omnibus-4-Package, gelancht, wo sie Vorschläge artikuliert, wie der AI Act angepasst werden soll.
Und sie hört eben der Industrie zu, sie hört der Wirtschaft zu, folgt aber den Ausrichtungen nicht 100 Prozent, sondern versucht es in und die Europäische Kommission hat am 19. November 2025 ein Package, unter anderem dieses Omnibus-4-Package, gelanct, wo sich Vorschläge artikulieren wie der AI-Act in gut umsetzbare Maßnahmen zu bringen.
Das wichtigste an diesem Omnibus-Package, wie es aktuell ist, ist, dass es ein Diskussionsvorschlag ist.
Der Diskussionsvorschlag ist ein Gesetzesvorschlag, im Frühjahr 2026 durch die EU-Gesetzgebungsorgane durch muss. Das heißt, der Vorschlag, den ich auch gerne gleich erklären werde, ist noch nicht final.
Aber er hat hältet ein paar Überraschungen bereit, hältet Erleichterungen bereit, aber es sind auch ein Missverständnisse dabei, die man tatsächlich angehen muss. Es ist nicht so, dass der AI Act abgeschafft wird.
Aber sind auch ein Missverständnisse dabei, die man tatsächlich angehen muss. Es ist nicht so, dass da die AI Act abgeschafft wird.
Petra
Ich verstehe. Ja, wenn man schnell drüber liest, könnte man ja vielleicht diese Hoffnung haben. Andererseits hast du ja schon ganz zu Beginn gesagt, es gibt ja sehr viel Gutes in diesem EU-AI Act.
Und es wird das eine gute Sache Transparenzpflicht und Hochrisiko, reguliert wird. Das mit der Schulungspflicht haben wir gesagt, wir noch, was da auf die Unternehmer zukommt bzw. was da jetzt an Vorschriften und Deadlines war und noch ist. Grundlegend ist es natürlich schon so, dass gewisse Regelungen, Transparenzpflicht was wurde denn mit KI erstellt, die bleiben ja bestehen, wenn ich die richtig verstehe, oder?
Lukas:
Genau, also wir dürfen nicht vergessen, der AI Act ist 2024 verabschiedet worden und der gilt ja nach wie vor. Wir haben jetzt einen Vorschlag für Veränderungen. Die Veränderungen seien aber nicht so gravierend, dass man sagt, okay, man kann sich die ganze AI Act Compliance sparen, das wird jetzt neu aufgerollt, sondern im Wesentlichen, das ist ganz der zentrale Punkt, es wird praxisnah reguliert und es sind auch Erkenntnisse der EU-Kommission da.
Lukas:
Wir verstehen, es gibt noch keine Standards zu AI. Wir entwickeln diese Standards zu AI und erst dann wird es diese Umsetzungspflichten geben.
Das heißt, der ganz entscheidende Punkt, die EU-Kommission auch zugibt und wo sie sagt, da müssen wir ansetzen, wir haben ein zeitliches Korsett geschaffen mit dem AI-Act, das ab 2024 gestartet ist und zum Beispiel die meisten Regelungen scharf stellen würde im August 2026 und die Kommission sagt, wir sind nicht so schnell mit der Standardschaffung, deswegen müssen wir notwendigerweise diesen Zeitpunkt noch hinten verlegen. Sobald die Standards da sind, wird es scharfgestellt, das heißt die Regeln bleiben. Es gibt eine Deadline, die sich die Kommission selbst stellt. Eine Deadline ist der 2. Dezember 2027, wo praktisch diese ganzen Hochrisikosysteme aus Anhang 3 scharfgestellt werden sollen, spätestens dort. Da AI Act selbst die ganzen anderen Regelungen sollen bis spätestens 2. August 2028 scharfgestellt werden, wo praktisch diese ganzen Hochrisikosysteme aus Anhang 3 scharfgestellt werden sollen. Spätestens dort, da erhebt selbst die ganzen anderen Regeln um, sollen bis spätestens 2. August 2028 scharfgestellt werden.
Lukas:
Das heißt, wir haben noch mal ein Jahr mehr gewonnen aus der ganzen Geschichte. Regeln an sich sind in Kraft gesetzt worden und gelten. Wir haben nur ganz minimale Anpassungen, die sich tatsächlich verändern.
Petra:
Also wenn ich die jetzt richtig verstehe EU-Ekt bleibt erhalten und das Gute ist, dass sich die Fristen verlängern. Einerseits, das heisst Unternehmen tun, gut daran, sich an der Umsetzung zu beteiligen.
Zu sagen, wenn ich einführe, habe ich da Dokumentation drüber, also Compliance einzuführen. Sie tun auch weiterhin gut daran, Mitarbeiter zu schulen, weil es ganz wichtig ist, dass Mitarbeiter befähigt werden. Denn wenn sie wissen, was sie tun, können sie es auch richtig machen.
Also die Themen bleiben ja alle bestehen, hast du uns gerade erklärt, dass diese Standardschaffung, die bisher bei den Unternehmen selbst, die waren alle dazu aufgerufen, selbst tätig zu werden und eigene Standards zu entwickeln, da wird uns laut Vorschlag, ist noch nicht verabschiedet, die Arme gegriffen.
Lukas:
Genau, diese Standardschaffung, die bisher bei den Unternehmen selbst, die waren alle dazu aufgerufen, jetzt selbst tätig zu werden und eigene Standards zu entwickeln, da wird Vorschlag, ist noch nicht verabschiedet, unter die Arme gegriffen.
Liebe Petra, der Punkt, den die EU-Kommission macht, ist, das Regelwerk an sich sieht es schon vor, dass Standards erarbeitet werden, dass Leitlinien von der Kommission erschaffen werden und publiziert werden, um letztlich die Umsetzung zu erleichtern. Ganz konkretes Beispiel, der erste Moment, wo die ersten Regelungen scharfgestellt worden seien, 2. Februar 2025, verbotene KI-Anwendungen.
Das Verbot ist erklärt worden von der Kommission und die Kommission hatte die Pflicht, bis zu diesem Datum auch eine Leitlinie zu publizieren. Sie hat die Leitlinie publiziert, allerdings erst am 6. Februar 2025. Sie hat es sich also schwer getan, das eigene Korsett zu erreichen.
Petra:
Es steht im AI-Act drin, dass Standards entwickelt werden müssen, dafür sind spezielle Kommissionen zuständig, Techniker zuständig und die ersten Standards sind jetzt vor kurzem auch Ende 2025 vorgelegt worden. Kommission hat gesagt, wir sind nicht zufrieden, bitte nochmal im Review. Und daraus ergibt sich ganz klar, das zeitliche Korsett, das sehr sportlich für die Kommission auch funktioniert nicht.
Sie muss also eine Anpassung machen, weil die Unternehmerinnen und Unternehmer, wie sollen, sich an Standards orientieren mit scharfen Deadlines, wenn es den noch nicht gibt. Man braucht die Anpassungszeit, deswegen eigentlich meiner Meinung nach ist da ein grosses Kommunikationsmissverständnis aktuell draußen. Der AI-Act wird nicht dereguliert, sondern er wird praxisnah gemacht, damit die Unternehmen sich besser vorbereiten können.
Petra:
Was würdest du sagen, diese Vorbereitungszeit, die verlängert sich, wie wäre es sinnvoll zu begleiten dann deiner Meinung nach? sind es jetzt nur diese Inhouse-Schulungen mit der KI-Kompetenz oder würdest du sagen, braucht es da andere Maßnahmen noch für Unternehmen, damit sie sich da vorbereiten können?
Lukas:
Ich glaube, dass sich da KI-Markt und die KI-Wirtschaft extrem schnell entwickelt. Wir werden 2026 einiges Neues sehen. Das hast du in vorherigen Folge auch besprochen, mit der On-Premise-KI. Das eine große Chance. Das wird meiner Meinung nach das Thema 2026 werden. Und das bedeutet für die Unternehmer konkret, die Regeln, die der AI Act beinhaltet, dürfen.
Die Hersteller, die Start-ups, die Innovatoren die sich mit KI an den markt trauen diese regel nicht vergessen aber sie haben mehr zeit bekommen die sachen umzusetzen das wirklich in das qualitätsversprechen zu bringen das mit dem AI Act letztlich beabsichtigt ist
Noch einmal zur Erinnerung, der AI-Act will, dass die KI, die in Europa ausgerollt wird und angewendet wird, qualitative Standards hat, nämlich bias-frei sein. Sie soll verantwortungsvoll eingesetzt werden. Sie soll den Menschen im Mittelpunkt stellen. Dieses Versprechen umzusetzen ist herausfordernd, ist aber meiner Meinung nach ein guter Weg, ein konstruktiver Weg, der perfekt zum Wirtschaftsstandard Euro-Europa passt und deswegen braucht es mehr Zeit.
Von dem her ... weiterhin Schulungen investieren, ... schaut euch den AI-Act an, ... ... schaut euch die Qualitätsmanagement-Maßnahmen an.
Der AI-Act ist ein großes Use-Case orientiertes Qualitätsmanagement Package. Das heißt, wenn ihr Hard-Clay-Cases habt, wo es wirklich ⁓ Diskriminierungsmöglichkeiten geht und wo es Fehler passieren, muss das mit einem Qualitätsmanagement begleitet werden. Und das ist eigentlich die Kernmessage vom AI-Act. Ich verstehe. Also da ist Europa mit dem Schutz des Individuums sehr, sehr stark und das zieht sich eben in dem Sinne aus.
In die KI-Welt hinein, was ja für den Standort spricht. Wenn wir jetzt grundsätzlich noch mal das Standort-Thematik und deine KI-Moment 2025 beleuchten, was denkst du dann, der 2026-Moment, was könnte der denn sein? Du hast schon gesagt, On-Premise ist eine starke Tendenz, die du siehst, aber was könnte da für Unternehmer gesprochen vielleicht 2026 ins Haus stehen?
Ich glaube, Petra, wir haben alle nicht die Glaskugel, deswegen werden uns sicherlich alle sehr überrascht werden, was tatsächlich passieren wird oder nicht passieren wird.
Aber wenn wir jetzt mal einfach schauen, DeepSeek hat einen Erdrutsch an Open Source Modelle ausgelöst. Das heißt, es ist für viele Entwickler tatsächlich strategisch interessant, Open Source Modelle zu veröffentlichen. Aus welchen Gründen auch immer sei es, weil die Community das weiterentwickeln kann oder nicht.
Der logische Schritt ist, den hat sie auch schon in der vorherigen Folge besprochen, dass man sich diese Open Source Modelle lokal reinholen kann und mit denen lokal arbeiten kann. Das bedient so viele Pain Points von Unternehmerinnen und Unternehmern, nämlich dass man eine Datensouveränität hat, dass die Geschäftsgeheimnisse intern bleiben, dass man mit möglichen Compliance-Problemen, wenn Daten in transferiert werden, diese Geschichten sind vorbei.
Lokal-Open Source Modell löst so viele rechtliche Pain Points. Und deswegen glaube ich, wir sehen noch nicht die fertige Lösung, in die großen lokalen Märkte zu kaufen ist, wo man wirklich die Lösung wie bei einem Desktop PC mitnimmt oder so. Aber das ist meine Prediction für 2026. Sowas wird kommen, weil es einfach der nächste logische Schritt ist von der Open Source Entwicklung, die wir sehen.
Petra:
Ich habe mich weil du die Open Source Modelle angesprochen hast. Jetzt sprechen wir an diese lokalen Modelle, was ja auch bedeutet, dass die EU oder Europa wieder irgendwie im Rennen ist, oder? Sehe ich das richtig?
Lukas:
Braucht es, aber die europäische Wirtschaft kann jetzt da auch glänzen, kann mit diesen Tools innovative Sachen machen und die EU hat meiner Meinung nach den Weckruf gehört, dass sie es nicht mit Innovationshemmenden Maßnahmen, sondern mit innovationsfördernden Maßnahmen begleiten soll.
Deswegen ist der Schritt, der im November 2025 gemacht worden ist, logisch. Sie geht jetzt mehr auf die Unternehmer zu. Natürlich hat die Wirtschaft eine Liste gehabt von Wünschen, die die Kommission so 1:1 nicht umsetzen kann in ihrem Vorschlag.
Und wir werden noch sehen, was das Parlament draus macht, denn die große Befürchtung ist natürlich, dass mit diesen neuen Regelungen viel aufgeweicht wird. Und da ist zum Beispiel eben auch diese Schulungspflicht sehr, sehr diskutiert worden, auch der Vorschlag der EU-Kommission zu dieser Schulungspflicht, der ja tatsächlich der große Pain-Point im Jahr 2025 von vielen Unternehmern war.
Petra:
Jetzt gehe ich gerade, bevor wir noch auf die Schulungspflicht eingehen, weil die natürlich sehr spannend ist, gerade noch mal auf dieses Package, von dem du gesagt hast, glaube ich am 19. November 2025 gelauncht, was noch verabschiedet werden muss, dass das den AI Act zu einem Instrument und Leitlinie macht. Den Omnibus haben wir da schon angesprochen.
Ist jetzt hauptsächlich die Schulungspflicht, da drinnen steckt in diesem Paket oder gibt es da noch andere Dinge, da drinnen stecken?
Lukas:
Also im Paket, wenn man sich den Überblick anschaut, hat mehrere Maßnahmen vorgeschlagen. Einerseits eben diese Umsetzungszeit noch auszuschieben, das haben wir schon besprochen. Dann über die KI-Kompetenz werden wir noch sprechen. Es gibt dort noch weitere Sachen. Da e.g. eigt sie z.B. Ausnahmeregelungen oder Erleichterungen im Compliance-Bereich für KMUs vor, die KMUs
Petra:
Ist jetzt hauptsächlich die Schulungspflicht, die da drinnen steckt in diesem Paket oder gibt es da noch andere Dinge, da drinnen stecken?
Lukas:
Genau. KMU-Definition ist bei 250 Mitarbeitern und mit gewissen Umsatzmargen verbunden. Und dort soll eine neue Kategorie eingeführt werden, die bis zu 750 Mitarbeiter und wieder andere Umsatzmatschen hat. Die sollen auch in diese Erleichterungen kommen. Dann weiter geht es darum, dass es praktikabel sein soll. Es gibt immer ein echter hartes Konformitätsbewertungsverfahren mit Registrierungspflicht. Dort sollen es gewisse Ausnahmen geben, wenn eben
Anbieter von KI-Systemen, die doch nicht Hochrisiko-Anwendungsfälle sind, die sich bisher trotzdem registrieren mussten, ist die Registrierungspflicht weniger. Dann ist eine Ausnahme drinnen für Datenschutz, dass es notwendigerweise einen Ausnahmetatbestand für personenbezogene Datenverarbeitung braucht. Sonst kommt man ja gar nicht auf die Biases hin, dass es einen Bias gibt. Also da sind einfach ganz, ganz viele Praxis-Sachen drinnen. Oder dass die KI real
Sonst kippt man die gar nicht auf die Bias. ein Impf. Da sind auch noch ganz viele Praxis-Sachen drin. Oder dass die KI-Reallabore, also diese staatlichen Förderinstrumente für KI soll ausgeweitet werden, einfach mehr Zugänglichkeit zu schaffen. Also das ist ganz, ganz viel drinnen, wo es diskutiert wird, was am Ende übrig bleibt, ist dann natürlich zu schauen.
Petra:
Danke für diesen Überblick. Ich glaube, das ist wichtig, weil so viel draußen ist und keiner von uns ja recht weiß, was da kommt. Wird ja auch noch verabschiedet, wie du gesagt hast, aber jetzt hast du diese ganzen fünf oder sechs verschiedenen Komponenten angesprochen.
von der Umsetzungszeit über die Erleichterungen für die KMU, die den Datenschutz und diese Reallabore. Und jetzt vielleicht, dass wir uns in einen sechsten Punkt noch schnappen, den ich jetzt da mir gemerkt habe.
Petra:
Und jetzt vielleicht, wir uns in einem sechsten Punkt noch schnappen, den ich jetzt da an mir gemerkt habe, die KI-Kompetenz und die Schulungspflichten von denen du, Lukas, gesagt hast, das war oder ist ein Painpoint 2025 für die Unternehmer.
Das habe ich auch so beobachtet, könnte jetzt natürlich dazu führen, dass manche meinen, jetzt brauche ich doch keine Schulung mehr durchführen, weil wer weiß, was die EU da oder die Kommission
Der hat einen gewissen Sinn meiner Meinung nach und macht auch letztlich Europa stark, weil es die Arbeitnehmer und damit die Breite empowert, sich KI-Skills anzueignen.
Deswegen bin ich gespannt, was aus dieser Förderpflicht, Ob es jetzt dann Gelder ausgeschüttet werden, die abzuholen sind für Schulungen oder dass die Schulungen standardisierter werden, von den Mitgliedstaaten zertifiziert.
Darüber sehen wir noch relativ viel Diskussionsbreite meiner Meinung nach. Das ist spannend. Was die Unternehmen aber an sich nie vergessen dürfen, ist ein neues Werkzeug und in ein neues Werkzeug muss man die Mitarbeiter schulen.
Es geht nicht den AI-Expertise, sondern geht darum, dass Ergebnisse verlässlich sein, die was die KI ausspuckt, dass die ganzen die personenbezogenen einfach blind reinkopiert werden, weil wenn man ja nicht weiß, was damit passiert, wenn sie an die großen US-amerikanischen oder chinesischen Hersteller gehen.
Das heißt, an der Schulung selber wird jedes Unternehmen eine intrinsische Motivation haben, wenn Sie an die großen US-Amerikanischen und an chinesische Hersteller gehen. heißt, an der Schulung selber wird jedes Unternehmen eine intrinsische Motivation haben, sich dort gut aufzustellen.
Petra:
Ich sehe es auch so, wir haben das auch vielfach eben auch in diesem Podcast besprochen,
ganz viele berichten aus der Praxis, dass schlussendlich trennt sich hier die Spreu vom Weizen,:
Jene Unternehmen, die schon wissen, wie man mit KI umgeht, die können
natürlich sehr viel mehr davon profitieren. dem Sinne, wie du sagst, intrinsische Motivation,
Wenn ich das als Unternehmen schaffe und mir überlegt habe, wo denn die Vorteile liegen und da wirklich investiere, das ist halt der Change-Management-Prozess bzw. auch Schulung, und überlege, wo kann ich denn da mir wirklich Vorteile holen, dann profitiere ich als Unternehmen extrem davon – ganz unabhängig von dem AI-Act. Ist es enau so wie du sagst: Es soltle Eigenmotivation eben sein, von Unternehmen in diese Schulung zu investieren.
Da können wir jetzt nochmal auf die On-Premises Lösung kommen, die du angesprochen hast. Egal ob das jetzt ist ein Tiny LLM oder eben etwas Größeres ist.
Ich glaube du kennst da auch Firmen in Tirol, die diese Dinge umsetzen.
Von kleinen Lösungen bis zu Hardware, die dann alle Stücke spielt. magst du da ja nochmal was dazu sagen?
Lukas:
Genau, also ich begleite unter anderem ein Unternehmen, das den Anspruch hat, die On-Premise-Lösung, das heißt eine KI-Lösung, die wie ChatGPT funktioniert, nur qualitativ besser, weil sie die Spezialisten-Modelle vereint, ohne Internet.
Die Idee ist, dass man eine Hardware-Lösung hat, die ohne Internet funktioniert aber die gleiche Funktionalität wie ChatGPT hat. Wenn man sich das kurz anhört, ... dann fällt dann schlagartig ein, ... also es hat nur meine eigenen Daten, es trainiert nicht mit fremden DAten
Die Geschäftsgeheimnisse bleiben gewahrt.
Die personenbezogenen Daten bleiben intern.
Ich kann experimentieren ... ... und ich habe den großen Painpoint nicht ... ... mit Sicherheit,
Dann ist das sicherlich ein großer Gamechanger und meiner Meinung wie gesagt, eine konkrete Weiterentwicklung von diesem DeepSeek-Moment. Wenn man wieder einen Moment da aufnimmt, wenn die ersten Hersteller auf den Markt kommen und wer sich dann da durchsetzt, da ist auf jeden Fall für alle möglichen Businessmodelle, gerade auch in Europa, sehr, sehr spannend, weil die US-Amerikaner, wie gesagt, sie profitieren ja davon, den großen Datenmengen, die darüber gehen.
Und da ist das Lokale. das Abgeschottete eine Riesenchance.
Petra:
Ja, in jedem Fall. Also haben wir jetzt 2026 Änderungen beleuchtet, die im AI-Act kommen werden, und jene Dinge, die bleiben werden: Transparenzpflicht, Schulungen auch wenn sich Termine für offizielle Regelungen verschoben haben
Und tolle Chancen, nämlich diese Chancen, die sich durch den von dir genannten ersten Deep-Seek Moment ergeben haben, also in dem Sinn, dass dies europäische Unternehmen, wieder ins Spiel gebracht hat, bis zu Lösungen, die jedes kleine oder größte Unternehmen jetzt umsetzen kann, ohne auf diese negativen Auswirkungen, die du jetzt gerade beschrieben hast, ob das ist Datenverlust, oder eben die über das Internet die eigenen Daten zu schicken, wirklich für sich selber Lösungen entwickeln
Also wir sehen da ganz viele positive Ausblicke.
Ja. Aus meiner Erfahrung her lerne ich so viel von fremden Unternehmensbranchen, wie sie innovative Lösungen schaffen und kann mir dann meine eigenen Lösungen letztlich auch zusammen denken, konzipieren und vielleicht sogar danach auch umsetzen.
Das Ding dass jeder seine eigene Suppe kocht, bringt uns im KI-Zeitalter nicht weiter. Es wird tatsächlich extrem wünschenswert und so viel besser, wenn wir ins Reden kommen und die Use Cases uns anschauen.
Petra:
Danke, dass du das sagst. Wir haben das vorher nicht abgesprochen, aber genau das ist eigentlich eine Initiative, die wir launcen möchten. Es gibt da bereits einen Gesprächspartner geplant für die nächste Folge, der das bereits einige Gesprächspartner geplant für die nächste Folge, der bereits für die Industriellen-Vereinigung , Veranstaltungen macht, wo diese Use Cases besprochen werden.
Ich selbst plane Use-Case-Beschreibungen zusammen mit einem Vorarlberger Duo, das sehr viel in Schulungen macht, zu beleuchten.
Petra:
Ich sehe das ganz gleich. Es gibt offensichtlich viele, die in die Richtung denken und in diesem Sinne sage ich ja vielen, Dank, dass du dir die Zeit genommen hast bei deinen vielen Projekten da auch, dass wir im Gespräch bleiben. Wir haben vielleicht schon die eine oder andere Idee fürs Frühjahr, wo wir in die Richtung weiter reden.
Lukas:
Ganz gerne, Fortsetzung folgt, deswegen danke liebe Petra nochmal für die Einladung!
Petra:
danke dir
Lukas:
Wie gesagt, sollen alle hungrig bleiben, der Wissenshunger und der Austausch muss so einfach weiterhin leben.
Petra:
Ja, auf jeden Fall. Ich freue mich schon von dem Unternehmen zu hören, mit den On-Premise-Lösungen. Vielleicht können wir das nächste Mal schon sagen, wie das heißt,
Lukas:
Gerne. Dann sage ich nochmal Danke. Ja, danke dir.